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"Zwei verlorene Punkte": Salzburg ärgert sich über "dummen Ausgleich"

kicker

Vizemeister Salzburg plagt sich weiterhin durch die Saison. Am Sonntag gab es für die Bullen ein Heim-2:2 gegen Altach, einzig positiv waren Wille und Moral. Angesichts der Umstände nahm man das Resultat wenige Tage vor dem Europa-League-Duell mit Ferencvaros aber doch hin. Gut 70 Minuten in Unterzahl, drehte Salzburg die Partie zwischenzeitlich, das späte 2:2 war umso bitterer. "Es sind zwei verlorene Punkte", klagte etwa Linksverteidiger Frans Krätzig.

Vor den Augen von Red Bulls Head of Global Soccer Jürgen Klopp und dem Technischen Direktor Mario Gomez flog Joane Gadou erst vom Platz (22.), dann schoss Patrick Greil die Gäste per Elfer zur Führung (34.). Eine Chance für die ideenlosen Salzburger hatte es davor nur durch Kerim Alajbegovic gegeben, Salzburgs Rohdiamant gelang quasi aus dem Nichts kurz vor der Pause auch der Ausgleich (41.). "Wir haben sehr gute Moral gezeigt, den dummen Ausgleich kassiert", meinte der 18-Jährige. "Von der Mentalität und vom Willen her brauchen wir uns nichts vorwerfen."

Ähnlich formulierte es auch Trainer Thomas Letsch. "Ich kann den Spielern für ihre Einstellung und Leidenschaft keinen Vorwurf machen", meinte der Deutsche, dessen Team nach zwei Siegen in der Liga wieder Punkte abgeben musste und bei einem Spiel mehr nun schon drei Zähler hinter Tabellenführer und Titelverteidiger Sturm Graz liegt. Für Letsch waren es "zwei verlorene Punkte, weil wir das Spiel gedreht hatten und auch in Unterzahl die bessere Mannschaft waren."

Alajbegovic: "Brauchen uns vor keiner Mannschaft zu verstecken"

Das von Ousmane Diawara in der 80. Minute erzielte 2:2 kam angesichts der Altacher Harmlosigkeit nach Salzburgs Führung durch Edmund Baidoo (56.) überraschend und war aus Sicht von Letsch doppelt bitter. "Schlecht verteidigt", urteilte er über das Verhalten nach Eckball, ärgerte sich aber auch über die Unparteiischen. "Diese Ecke hätte es nicht geben dürfen, weil (davor, Anm.) ein klares Foul an Diabate nicht gegeben wurde", stellte er klar.

Am Donnerstag soll die Welt wieder besser ausschauen. Dann ist Ferencvaros zu Gast, das am Sonntag bei Ujpest ebenfalls nur remisierte. Alajbegovic erinnerte an das starke, aber unbelohnte EL-Auftaktspiel gegen den FC Porto. "Wir haben gezeigt, dass wir es anders können, haben Porto teilweise an die Wand gespielt", betonte der Kreativmann. "Wir brauchen uns vor keiner Mannschaft zu verstecken. Wenn wir geil und spritzig sind, werden wir etwas mitnehmen."

Altach-Torschütze Greil: "Es ist ein bisschen unbefriedigend"

Auch Altach hatte am Sonntag Zählbares im Gepäck, die Gefühle waren aber gemischt. "Es ist ein bisschen unbefriedigend. Aber nach dem Rückstand müssen wir auch froh sein, einen Punkt mitzunehmen", meinte Greil, dessen Truppe nach zwei Niederlagen wieder anschrieb und Zuversicht für das kommende Heimduell mit Hartberg tanken konnte. "Wir sind ein, zwei Schritte weiter als vergangene Saison", stellte Trainer Fabio Ingolitsch fest - und warnte dennoch: "Wir müssen höllisch aufpassen."

Die Enttäuschung über die vertane Möglichkeit in Wals-Siezenheim saß beim Salzburger, der einst den FC Liefering coachte, aber tief. "Wir hatten die Chance unseres Lebens, in Salzburg zu gewinnen. Das wird es wahrscheinlich nicht mehr geben. Salzburg hatte eindeutig den größeren Willen, das Spiel zu gewinnen. Das geht einfach nicht. Das ist ein ungenügendes Verhalten für ein Bundesligaspiel."