Der FC Liverpool hat in der laufenden Transferphase weiter die Spendierhosen an. Neben den Verpflichtungen von Florian Wirtz sowie Jeremie Frimpong, wechselt auch Milos Kerkez an die Anfield Road. Als Ablöse für den 21-Jährigen, der demnach wohl fortan das Pendant auf der linken Seite zu Frimpong bilden soll, werden dem Vernehmen nach 47 Millionen Euro Ablöse fällig. Kerkez unterschreibt einen "langfristigen Vertrag".
In Liverpool soll Kerkez zum einen Konkurrenz für Andrew Robertson schaffen, dessen Vertrag nach der anstehenden Saison ausläuft. Zum anderen ist Kerkez aber auch gleichzeitig als langfristiger Nachfolger des Schotten angedacht, der die vergangenen Jahre über die Stammkraft auf der linken Abwehrseite war, dessen Verbleib im Sommer ohnehin aber noch nicht gesichert ist - zuletzt hatte es Gerüchte um ein Interesse von Atletico Madrid gegeben.
"Es ist eine große Ehre für mich, ein Privileg, für einen der größten Klubs der Welt, den größten Klub Englands zu spielen. Ich bin einfach sehr, sehr glücklich und aufgeregt", so Kerkez.
Acht Scorerpunkte in der vergangenen PL-Saison
Kerkez zeichnet sich vor allem durch seinen Offensivdrang aus. In der vergangenen Premier-League-Saison, die er nahezu über die volle Distanz bestritt - er verpasste lediglich 78 Minuten -, steuerte er für Bournemouth zwei Tore sowie sechs Vorlagen bei. In zwei Jahren für die Cherries absolvierte er insgesamt 66 Partien in der höchsten englischen Spielklasse. Zuvor war der Ungar, der aus seiner Heimat über die U 19 der AC Mailand im europäischen Profifußball landete, anderthalb Saisons für AZ Alkmaar aufgelaufen. Mit den Niederländern erreichte er in der Saison 22/23 das Halbfinale der Conference League, steuerte dabei in elf Partien unter anderem zwei Tore und drei weitere Vorlagen bei.
Auch für sein Land hat Kerkez trotz seines jungen Alters bereits jede Menge Erfahrung gesammelt. Für die A-Nationalmannschaft lief er bereits in 23 Partien auf. Drei davon bei der Europameisterschaft in Deutschland im vergangenen Jahr. Mit Dominik Szoboszlai wird er fortan folglich auch im Verein mit einem seiner Landsleute auf dem Platz stehen.
Für den abgebenden Verein Bournemouth hingegen bedeutet der Abgang von Kerkez den Verlust eines weiteren Leistungsträgers, nachdem bereits Dean Huijsen den Verein gen Real Madrid verlassen hatte. Immerhin werden die Cherries finanziell entlohnt und knacken auf der Einnahmenseite die dreistellige Millionenmarke. Mit der Verpflichtung von Adrien Truffert haben sie für den Kerkez-Wechsel aber bereits vorgesorgt.