Die serbische Nationalmannschaft steht zwei Tage vor dem nächsten WM-Qualifikationsspiel ohne Nationaltrainer da. Dragan Stojkovic erklärte nach der 0:1-Heimniederlage gegen Albanien am Samstagabend noch in der Nacht seinen Rücktritt nach viereinhalb Jahren im Amt. Der Verband bestätigte den Trainerwechsel am Sonntag und gab bekannt, dass mit Zoran Mirkovic der Coach der U 21 interimsweise übernimmt.
"Ich habe mit dem Präsidenten und dem Generalsekretär gesprochen und meinen Rücktritt angeboten", erklärte Stojkovic auf der Pressekonferenz in Leskovac. Er übernehme die "volle Verantwortung" für die "unerwartete" Niederlage. Zum Auswärtsspiel in Andorra, das am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) ansteht, werde er nicht reisen.
Zwar hatte Stojkovic im Juni verraten, dass er bereits nach dem EM-Aus 2024 seinen Rücktritt angeboten hatte, diesmal endet sein Engagement aber wirklich. Der 60-Jährige, der im März 2021 übernommen hatte, war nie unumstritten, obwohl er Serbien auch zur WM 2022, in die Nations-League-Liga A und dort zum Klassenerhalt geführt hatte. Mit Veljko Paunovic kursiert bereits ein möglicher Nachfolger. Der 48-Jährige war mit Real Oviedo in La Liga aufgestiegen, unter der Woche aber freigestellt worden. Der Verband will die Nachfolge-Suche nach dem Andorra-Spiel intensivieren.
England kann das WM-Ticket schon am Dienstag buchen
Die WM 2026 rückte am Samstagabend für Serbien erst einmal in weite Ferne. In der Gruppe K liegen die Weißen Adler nur auf dem dritten Platz ab, vier Punkte hinter den zweitplatzierten Albanern, die allerdings bereits eine Partie mehr absolviert haben. Neben Schlusslicht Andorra treffen die Serben noch auf Spitzenreiter England (A, 13. November) und den Vorletzten Lettland (H, 16. November).
Während die noch makellosen Three Lions um Nationaltrainer Thomas Tuchel längst enteilt sind und durch Serbiens Niederlage gegen Albanien bereits am Dienstag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) mit einem Sieg in Lettland das WM-Ticket buchen können, geht es für Dusan Vlahovic, Lazar Samardzic & Co. darum, die Rest-Hoffnung auf die Play-offs am Leben zu erhalten.