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ÖFB-Formcheck: Welcher Spieler hat zuletzt am besten performt?

kicker

Das österreichische Nationalteam will nach dem WM-Quali-Doppel gegen San Marino und Rumänien von Platz eins in der Gruppe lachen. Das Personal, das es aus rot-weiß-roter Sicht richten soll, hat diesmal allerdings nicht Ralf Rangnick sondern Co-Trainer Lars Kornetka präsentiert. Mittlerweile hat der Teamchef das Spital aber verlassen und wird auch am Donnerstag an der Seitenlinie stehen.

Zur Verfügung hat Rangnick insgesamt 23 Akteure. Wolfsburg-Legionär Patrick Wimmer fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus. Ebenfalls nicht mit an Bord ist Leipzigs Xaver Schlager, der nach wie vor an einer Verletzung an der Wade laboriert. Das Aufgebot des ÖFB kann sich aber dennoch sehen lassen und sollte allemal in der Lage sein, die beiden Qualispiele für sich zu entscheiden. Der kicker checkt die aktuelle Form der österreichischen Teamspieler, aufgeteilt in die taktischen Positionen. Grün signalisiert "voll in Form", Rot steht für "aktuell nicht in Form" und Gelb bedeutet "mittelmäßig".

Schlager mit breiter Brust

Im Tor könnte Rangnick wieder auf Alexander Schlager vertrauen. Der Salzburg-Keeper genoss zuletzt gegen Zypern und Bosnien das Vertrauen - und kommt mit reichlich Selbstvertrauen zum Team. Zwar leistete er sich in der Europa League einen Patzer gegen Lyon, im Bundesliga-Kracher gegen den SK Rapid avancierte Schlager hingegen mit der kicker-Bestnote von 1,0 zum Man of the Match. Patrick Pentz, der in diesem Kalenderjahr immerhin zwei Mal den ÖFB-Kasten gehütet hat, ist bei Bröndby zwar gesetzt, wird aber im Team wohl wieder hinter Schlager das Nachsehen haben. Als dritter Torhüter ist statt des verletzten Tobias Lawal wieder WAC-Keeper Nikolas Polster eingerückt. Wieder nicht dabei: Rapids Niklas Hedl.

Nur Lienhart konstant

In der Innenverteidigung kann aktuell nur Freiburgs Philipp Lienhart mit konstanten Leistungen aufzeigen - das belegt auch die kicker-Note 3,13. Für Marco Friedl gab es in Bremen zuletzt viele Auf und Abs, zuletzt wusste er aber mit einer hevorragenden Zweikampfquote zu glänzen. Wenig erfreulich verliefen die vergangenen Wochen für Union-Legionär Leopold Querfeld. Auf der Suche nach Spielpraxis sind David Alaba und Kevin Danso. Ersterer stand lediglich bei Reals Kantersieg in der Champions League bei Kairat Almaty über 90 Minuten auf dem Platz, ansonsten lässt Neo-Trainer Xabi Alonso Alaba meist auf der Ersatzbank schmoren. Danso hingegen hat sich nach seinem Millionentransfer von Lens zu Tottenham noch nicht wirklich durchgesetzt auf der Insel.

Bärenstarker Laimer

Die viertbeste kicker-Note beim FC Bayern, die sechstbeste der gesamten Bundesliga: Die Fans des Nationalteams dürfen sich auf einen Konrad Laimer in absoluter Topform freuen. Auch beim wichtigen Sieg in Bosnien war der gebürtige Salzburger gefühlt überall auf dem Platz zu finden. Seine Flexibilität wird auch bei den Bayern geschätzt. Ob rechts hinten, links hinten oder im Mittelfeld, Laimer performt - und wird das wohl auch in den bevorstehenden Qualispielen tun. Als Rechtsverteidiger könnte Rangnick sonst wohl nur Stefan Posch aufstellen, doch der kommt seit seinem Transfer zu Como bei Cesc Fabregas noch nicht so richtig zum Zug. Ein Spiegelbild zur rechten Abwehrseite gibt es auch auf links. Philipp Mwene ist bei Mainz gesetzt, Alexander Prass hingegen bei Hoffenheim meist nur Ilzers zweite Wahl.

Personalnot auf der 6?

Wirklich viele Optionen hat der Teamchef im zentralen, defensiven Mittelfeld nicht. Immerhin: Mit Leipzigs Nicolas Seiwald gibt es einen Dauerbrenner in der deutschen Bundesliga und mit Florian Grillitsch einen Routinier, der sich bei Sporting Braga langsam aber doch durchsetzen kann. Klar kann Rangnick auch den einen oder anderen Akteur ins defensive Mittelfeld beordern, doch die Qual der Wahl wie das beispielsweise in der Innenverteidigung der Fall ist, hat der Deutsche hier nicht. Spannend wird auch sein, in welchem System das ÖFB-Team gegen San Marino agiert: Ob im etatmäßigen 4-2-3-1 mit Doppelsechs oder - wie beim Gastspiel bei San Marino - im 4-4-2 mit Raute. Dann würde Rangnick auch nur einen Sechser benötigen.

Schöpf zeigt in der Heimat auf

Einer, der in den vergangenen Wochen wieder ordentlich Werbung für seine Person gemacht hat, ist Alessandro Schöpf. Im September kehrte er nach mehr als drei Jahren wieder ins ÖFB-Team zurück und träumt nun von der WM. Um diesen Traum Realität werden zu lassen, liefert er beim WAC Woche für Woche. Bereits dreimal schaffte es der Tiroler in die kicker Elf des Tages und weiß auch mit Treffern und Assists zu glänzen. Neben Schöpf zeigt in Österreich Rapids Nikolaus Wurmbrand auf. Schon im September war er erstmals im Team dabei, wurde am Ende aber doch zur U 21 beordert. Nun könnte Rangnick den schnellen Youngster erstmals einsetzen.

In Deutschland gilt der in Top-Form befindliche Marcel Sabitzer als das "Gesicht der Dortmunder Konstanz". Doch auch Leipzigs Christoph Baumgartner kommt mit Selbstvertrauen zum Team. Nach seinem verschossenen Elfer gegen Wolfsburg gelang ihm gegen Dortmund ein wichtiger Treffer. Schwankende Leistungen gab es zuletzt von Bremen-Duo Romano Schmid und Marco Grüll, wobei ersterer bei Werder zumindest gesetzt ist.

Formstarker Arnie

Vier Scorerpunkte in vier Spielen, es läuft bei Marko Arnautovic in den letzten vier Wochen. Man hat das Gefühl, dass ihm der Wechsel zu Roter Stern Belgrad richtig gut getan hat. Michael Gregoritsch hingegen sucht in Dänemark noch nach seiner Form. Bei Bröndby stand er noch kein einziges Mal über die vollen 90 Minuten auf dem Platz, kam zuletzt zweimal von der Bank. Immerhin: Beim 2:0-Sieg gegen Fredericia gelang dem Steirer wieder ein Treffer. Nicht mehr ganz nach Wunsch lief es nach seinem Traumstart mit vier Toren zuletzt für Raul Florucz bei Union Saint-Gilloise. Beim 0:1 gegen Club Brügge wurde er zur Pause ausgewechselt.

Michael Chudik