Die Handball-Fans kennen es bereits: Wenn sich viele Sportarten in die Winterpause verabschieden, wird in der Bundesliga weiter gespielt. So auch in diesem Jahr, wo am Dienstag, Freitag und Samstag weitere Topspiele anstehen. So etwa empfängt heute Abend der SC Magdeburg den THW Kiel.
Aber warum bekommen die Handballer eigentlich keine Weihnachtspause? "Diese Spiele sind notwendig, damit wir all unsere Spiele im Kalender unterkriegen. Das ist nämlich schwierig genug", sagt Bundesliga-Chef Frank Bohmann gegenüber handball-world.
Was er unter anderem meint: Im Januar wird gar nicht gespielt, weil dann die Europameisterschaft ansteht. "Die internationalen Wettbewerbe brauchen auch ihren Freiraum und haben sich deutlich ausgeweitet", sagt Bohmann. Zudem sind die Spiele rund um die Weihnachtstage auch ein wirtschaftlicher Faktor.
Nächstes Jahr keine Weihnachtsspiele
"In der Regel sind diese Spiele rund um die Feiertage immer ausverkauft. Auch die Medienreichweite ist deutlich größer. Wirtschaftlich ist das also sehr attraktiv für uns", erklärt der 61-Jährige. Trotzdem wird die Liga im kommenden Jahr überraschend vom bisherigen Modus abweichen.
Erstmals seit langer Zeit wird dann nämlich kurz vor Heiligabend Schluss sein mit der ersten Saisonphase. "Im kommenden Jahr werden wir vor Weihnachten aufhören mit Blick auf die Heim-WM Anfang 2027", sagt Bohmann. "Das ist ein Zugeständnis an den Deutschen Handballbund, auch damit die Nationalspieler mehr Pause bekommen vor dem Großevent."
Für Spieler und DHB eine willkommene Entscheidung, für die Liga allerdings auch eine mit negativen Auswirkungen. "Das bedeutet dann ein großes wirtschaftliches Verlustgeschäft für uns", sagt Bohmann. Trotzdem habe man sich gerne mit dem DHB geeinigt.