Bobinac erhielt 24 Stimmen und war damit der erfolgreichste europäische Kandidat. Der Deutsche Gerd Butzeck kam auf 20 Stimmen, der Niederländer Tjark de Lange auf drei. An der seit 25 Jahren bestehenden Machtkonstellation an der IHF-Spitze änderte das jedoch nichts.
Der frühere Präsident des slowenischen Verbandes sprach nach dem Kongress offen über die Ursachen seiner Niederlage: "Der Welthandball ist noch nicht bereit für Veränderungen, die im Interesse des Sports, der Fans und aller Beteiligten notwendig wären", erklärte Bobinac.
Rückendeckung aus Verband
"Die Wahl war weniger ein Wettbewerb von Ideen und Visionen als vielmehr eine Entscheidung entlang der Kontinente." Auch eine stärkere europäische Geschlossenheit hätte am Ausgang kaum etwas geändert, so Bobinac. Der Weltverband habe sich erneut für den bekannten Weg entschieden, der vielen Funktionären entspreche.
Unterstützung erhielt Bobinac aus der Heimat. RZS-Präsident Bor Rozman lobte dessen Auftritt als den überzeugendsten aller Kandidaten, räumte jedoch ein, dass bei IHF-Wahlen meist bestehende Mehrheiten und nicht Reformideen den Ausschlag geben.
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