Es war das Gesprächsthema nach der Nominierung des deutschen EM-Kaders: Alfred Gislason verzichtet auf Linksaußen auf Berlins Tim Freihöfer und setzt stattdessen auf den erfahrenen Rune Dahmke. Von Bob Hanning hagelte es bereits Kritik in Richtung des Bundestrainers, der seine Entscheidung mit der Abwehrstärke und Erfahrung des Kielers begründete.
Im Vorfeld des direkten Aufeinandertreffens beider Linksaußen, dem DHB-Pokal-Viertelfinale zwischen den Füchsen und dem THW, äußerte sich nun auch Dahmke. "Ich war schon ein bisschen überrascht", gestand der 32-Jährige bei Dyn. "Aber natürlich habe ich mich trotzdem gefreut."
Ähnlich wie Bob Hanning, hängt auch Dahmke die Leistung Freihöfers höher als die eigene: "Einfach, weil mir so ein bisschen das Volumina an Aktionen bisher gefehlt hat, finde ich. Und natürlich hat das gerade jetzt auch Tim, finde ich, überragend gemacht, schon seit einer langen Zeit", begründet der 94-fache Nationalspieler.
Auch Reichmann äußert sich
Tobias Reichmann, der gemeinsam mit Dahmke Europameister 2016 wurde, gab als Dyn-Experte ebenfalls seine Meinung zur Nominierung ab. "Ich glaube auch nicht, dass wir in der Vergangenheit Probleme in der Abwehr hatten", entkräftete er Gislasons Begründung "Und gerade vorne auch, wenn wir über die Außen spielen, wollen wir schon konstante Spieler haben, die ihre Leistung bringen. Da ist Tim, glaube ich, leistungstechnisch voraus", so Reichmann.