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Das erwartet Perez de Vargas von Deutschland gegen Spanien

kicker

Ihrem 29:27-Auftaktsieg gegen Serbien ließ die spanische Handball-Nationalmannschaft bei der EHF EURO 2026 am zweiten Spieltag der Vorrunde ein 30:25 gegen Österreich folgen. In die abschließende Partie der Gruppe A gegen Deutschland gehen die Iberer als Tabellenführer. Es ist für beide Kontrahenten das erste "Endspiel" bei dieser Europameisterschaft - sowohl Spanien als auch Deutschland können derzeit noch Gruppensieger werden, im schlimmsten Fall aber auch aus dem Turnier ausscheiden.

Spaniens Ausnahmetorwart Gonzalo Perez de Vargas, der seit Sommer in der Bundesliga für den THW Kiel spielt, fehlt den Spaniern in diesem Turnier und nutzt die EM-Pause, um nach einem überstanden Kreuzbandriss weiter an seiner Rehabilitation zu arbeiten. Dennoch fiebert er mit seinen Landsleuten hautnah mit, kam mit seiner Familie aus Kiel zum Spiel gegen Österreich nach Herning, um seine Mannschaft vor Ort zu unterstützen.

"Die spanische Mannschaft sieht gefestigter aus als in den zurückliegenden Turnieren", hat er erkannt. Im Gespräch mit handball-world erläutert er: "Spanien zeichnet eine sehr gute Verteidigung aus mit einem ganz starken Torwart Sergej Hernandez dahinter - besonders in Siebenmeter-Situationen."

"Fehlende Erfahrung" als Nachteil?

"Die Defensive mit unseren starken Torhütern ist das Prunkstück. Sie gibt uns einerseits die Möglichkeit, über Tempogegenstöße zu einfachen Toren kommen. Andererseits gibt sie uns die Ruhe, um die passenden Lösungen im Angriff zu finden", so der fünffache Champions-League-Sieger. Schon in der Vergangenheit hatten die cleveren Spanier das Tempo oft erfolgreich verschleppt.

Doch der spanische Kader befindet sich derzeit in einer Übergangsphase. Der mit allen Wassern gewaschene Trainerfuchs Jordi Ribera hat seine aktuelle Mannschaft deutlich verjüngt. "Spanien ist nach wie vor eine sehr kompakte Mannschaft", urteilt Perez de Vargas. "Ihr einziger Nachteil könnte die fehlende Erfahrung in der aktuellen Zusammensetzung sein. Talent und Qualität sind jedoch zweifelsfrei vorhanden."

Von erneuten Medaillen-Ambitionen - Spanien gewann bei 17 Teilnahmen insgesamt neun EM-Medaillen - möchte Perez de Vargas allerdings nicht sprechen: "Das wäre nicht förderlich. Ganz besonders nicht vor einem solch wegweisenden Spiel gegen Deutschland", sagt er gegenüber handball-world.

"Wird sehr interessant und spannend"

"Was anschließend folgen könnte, wäre eine der härtesten Hauptrunden aller Zeiten bei einem großen Turnier. Von nun an muss man im Prinzip alle Spiele gewinnen, um sich überhaupt für das Halbfinale zu qualifizieren und sich so in eine vielversprechende Ausgangslage zu versetzen", unterstreicht der 35-Jährige.

Perez de Vargas blickt der 75. Ausgabe dieses Handball-Klassikers mit Spannung entgegen: "Nach den vorgestrigen Ergebnissen wird es sehr interessant und spannend werden, wie beide Mannschaften mit dem Druck umgehen werden - beide wissen, dass der Ausgang für beide sehr unterschiedlich sein kann. Ich erwarte von Deutschland eine mindestens ebenso starke Abwehr wie gegen Österreich", prophezeit der zweimalige Europameister. "Es wird ein sehr enges Match. Die Torhüter auf beiden Seiten werden eine starke Rolle spielen."

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