Experten wie Bob Hanning, Tobias Reichmann und auch Betroffene wie Rune Dahmke haben sich bereits dazu geäußert, dass Alfred Gislason bei der Europameisterschaft auf Tim Freihöfer verzichten wird. Nach dem DHB-Pokal-Viertelfinal-Sieg über den THW Kiel kam der Füchse-Linksaußen nun selbst zu Wort.
"Natürlich bin ich enttäuscht. Ich habe mir natürlich Hoffnung gemacht, dabei zu sein", gestand der 23-Jährige im Dyn-Interview. "Aber ich bin Sportler und akzeptiere das." Die beiden Nominierten Rune Dahmke und Lukas Mertens seien "auch einfach wahnsinnig gute Außen", betonte Freihöfer.
"Wünsche dem Team alles Gute"
Böses Blut herrscht nicht beim gebürtigen Reutlinger: "Ich wünsche dem DHB-Team alles Gute fürs Turnier und versuche dann, beim nächsten Turnier dabei zu sein." Nach dem Spiel gegen den THW Kiel, bei dem Rune Dahmke 60 Minuten auf der Bank saß, war Gislasons Entscheidung für viele noch weniger nachvollziehbar: Freihöfer erzielte fünf Tore und blieb beim entscheidenden Siebenmeter eiskalt. Er wolle dazu aber nichts sagen: "Das ist auch nicht meine Aufgabe. Der Kader steht jetzt. Von dem her wünsche ich den Jungs wirklich nur alles Gute für den Januar", so Freihöfer.
Trotz allem hat die Nicht-Berücksichtigung das Füchse-Eigenwächs getroffen. "Meine Familie und meine Freundin mir extrem viel Halt gegeben in den letzten Tagen", erklärte Freihöfer. Auch Bob Hanning, der Gislason öffentlich für seine Entscheidung kritisierte, habe ihn "sehr gut aufgebaut".