Pokal am Mittwoch
Der VfL startete stark, ging mit 3:0 in Führung. In den ersten 15 Minuten sah es zunächst nach einem souveränen Gummersbacher Sieg aus, doch das Blatt wendete sich: Angeführt von Constantin Möstl, der im gesamten Spiel vier Siebenmeter hielt, glich der TBV aus und ging nur mit einem Ein-Tore-Rückstand in die Pause.
Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in der sich keine Mannschaft auf mehr als zwei Tore absetzen konnte. Doch nachdem in der 57. Minute Niels Versteijnen per Kempa das 28:26 und wenig später Leve Carstensen das 29:26 erzielten, war die Partie entschieden. Am Ende zieht Lemgo mit 29:26 ins Viertelfinale ein.
Lange sah es danach aus, als ob der Zweitligist aus Sachsen nach dem HSV Hamburg auch dem nächsten Bundesligisten ein Bein stellen könnte. Gegen den Vorjahresfinalisten blieb der HC Elbflorenz über 60 Minuten auf Augenhöhe, folgerichtig ging es in die Verlängerung.
Dort erwischten die Sachsen allerdings einen denkbar schlechten Start und die MT aus Melsungen konnte mit ihrer gesamten Routine den Sieg nach Hause fahren. Bester Werfer der Partie war Julius Dierberg mit neun Treffern.
In die Verlängerung ging es auch in Wuppertal und das nicht nur einmal. Das Duell zwischen dem Bergischen HC und der TSV Hannover Burgdorf lief in verschiedenen Phasen, bei der sich immer eine Mannschaft behaupten konnte, es aber nie schaffte, sich endgültig abzusetzen.
So ging es gleich zweimal in die Verlängerung, in der die Hausherren dann den längeren Atem behielten. Aufseiten der Hausherren überzeugte besonders Lukas Diedrich mit 15 Paraden, aber auch Johannes Wasielewski mit acht Treffern hatte einen großen Anteil am Erfolg.
Im Duell des Vorjahresdritten und dem amtierenden Pokalsieger, behielt der THW Kiel die Oberhand und konnte einen 36:41 Erfolg feiern. Balingen auf der anderen Seite haderte allerdings mit der Chancenverwertung und muss den Traum vom erneuten Final Four wieder begraben.
Auch wenn die Hausherren lange kämpften und es bis zur 50. Minute eng aussah, konnte der Favorit in der Schlussphase das Spiel für sich entscheiden. Besonders Sascha Pfattheicher und Tobias Heinzelmann mit jeweils acht Treffern hielten die Gastgeber lange im Rennen.
Das Spiel zwischen Zweitligist Nordhorn und Bundesligist Leipzig startete ausgeglichen, nach 20 Minuten stand es 8:8. Bis zur Pause setzten sich die Gäste dann etwas ab, weshalb es mit 14:11 für den SC DHfK in die Kabinen ging.
Im zweiten Durchschnitt sah es zunächst danach aus, als würden die Sachsen ihrer Favoritenrolle endgültig gerecht werden. Doch einem 21:16 folgte ein 21:21, was eine spannende Schlussphase einläutete. In dieser konnten sich die Gäste immer wieder auf zwei Tore absetzen, doch die HSG kam wieder heran. 15 Sekunden vor Schluss hatten die Nordhorn die Chance auf den Ausgleich, konnten diese aber nicht nutzen. So siegte Leipzig schlussendlich haarscharf mit 28:27.
Der TV Großwallstadt schaffte gegen den amtierenden Champions League-Sieger aus Magdeburg ebenfalls keine Überraschung. Früh zogen die Elbstädter davon und überholten den Zweitligisten phasenweise, bereits nach 30 Minuten führte der Favorit mit 23:11.
Erwartungsgemäß ließ der SCM auch im zweiten Abschnitt nicht abreißen und feierte mit einem deutlichen 27:45 das Weiterkommen. Bei den Hausherren überzeugte Maxim Schalles, beflügelt von seiner Vertragsverlängerung, mit fünf Treffern.
Die SG Flensburg-Handewitt konnte sich für das überraschende Unentschieden in eigener Halle gegen den TVB Stuttgart revanchieren und die Schwaben mit einem deutlichen 29:36 aus dem Pokal werfen.
Bereits früh erspielten sich die Norddeutschen eine komfortable Führung, die sie auch während der gesamten Partie nicht hergaben. Während bei der SG wirklich alle zu funktionieren schienen, war es beim TVB nur Kai Häfner und Torben Matzken, die mit 13 beziehungsweise 7 Treffern dagegenhielten.
Pokal am Donnerstag
Im Ost-Derby zwischen Berlin und Eisenach gehen die Hauptstädter sicherlich als klarer Favorit in die Partie. Besonders nach der Heimpleite gegen Hamburg stehen die Zeichen auf Wiedergutmachung, doch die Wartburgstädter werden sicherlich alles dagegensetzen.