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DHB-Sportvorstand Meckes über WM-Debüt der Schweiz: "Mehr drin gewesen"

kicker

Aus Dortmund berichtet Christian Stein

Dreizehn Jahre (2011-2024) war Ingo Meckes Chef Leistungssport und Mitglied der Geschäftsführung für den Schweizerischen Handballverband, hat auch die Handballakademie aufgebaut und kennt viele der Schweizer Nationalspielerinnen aus der langjährigen Zusammenarbeit. "Ich glaube, es wäre sogar noch ein bisschen mehr drin gewesen", sagt der Sportvorstand des Deutschen Handballbunds gegenüber handball-world zu Platz 19 im Gesamtklassement.

Nach den Pflichtsiegen über Iran und Senegal war der Sprung in die Hauptrunde geglückt, auch die Niederlage gegen den EM-Dritten Ungarn konnte man erwarten. Doch dann zum Hauptrundenauftakt unterlag man Japan. Ein erster Rückschlag, dem dann erwartbare Niederlagen gegen den EM-Zweiten Dänemark und Rumänien, das das Turnier auf Platz 9 abschließt, folgten. Mit einem Sieg über Japan wäre man in den Top16 vor Österreich gewesen.

"Sie haben eigentlich gut ins Turnier gefunden und dann auch gegen Ungarn lange mitgehalten. Es hat aber irgendwie einen Knacks gegeben, sodass man Japan als entscheidendes Spiel für eine bessere Platzierung vermasselt hat", so Meckes, der betont: "Das Spiel gegen Rumänien stand auch unter dem Eindruck der Verletzung von Tabea Schmid."

"Freue mich für die einzelnen Spielerinnen"

Die Schweiz nahm nun zum zweiten Mal in Folge an einem Großturnier teil, erstmals war man dabei nicht Ausrichter und konnte auf einen Heimvorteil zurückgreifen. "Das Ziel muss sein, dass die Mannschaft diese Turnierhärte entwickelt, damit sie auch wieder alle zwei Tage spielen kann", sagt Meckes.

Mit Era Baumann und Mia Emmenegger sind zwei Spielerinnen aus der eigenen Akademie als Best Young Player nominiert. "Das ist nie die Arbeit von einzelnen, aber wir haben damals das Projekt ins Leben gerufen", freut sich Meckes über die Entwicklung der Schweizer Spielerinnen.

Der 49-Jährige betont: "Wenn ich die Mannschaft sehe, dann sind das ganz herzliche Begegnungen. Dann sieht man, dass man nicht alles falsch oder vieles richtig gemacht hat. Ich freue mich für die einzelnen Spielerinnen, dass ich sie auf dem Weg ein Stück weit begleiten konnte."

Zwei Schweizer Talente mit DHB-Genen

Mit Lauryn Mierzwa bei den Frauen und Bruder Niclas bei den Männern stehen auch zwei Talente im Kader, die auch dem deutschen Handball gut zu Gesicht stehen würde. Vater absolvierte immerhin einige A-Länderspiele für den DHB. Ärger beim DHB, dass man sich diese Talente nicht selbst sichern konnte?

"Nein, die sind in der Schweiz aufgewachsen und haben da alles durchlaufen. Es freut mich, dass sie sich so entwickeln. Auch Niclas hab ich als U17-Spieler das erste Mal gesehen. Natürlich beobachtet man die Entwicklung dieser Spieler und Spielerinnen."

Die Schweiz bei der Handball-WM

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