"Nach monatelangen Verhandlungen wurde nun eine Einigung zwischen DanskHandbold und den Vereinen Ikast und GOG erzielt", meldet der dänische TV-Sender TV2. Statt an diese beiden Vereine, hatte der Verband das Startrecht für die Champions League in der vergangenen Saison an Odense und Fredericia vergeben. Jetzt soll als Ersatz eine Millionensumme Dänischer Kronen fließen.
"In einem traurigen und unglücklichen Fall freuen wir uns, dass wir jetzt eine Einigung mit Ikast und GOG erzielt haben", bestätigt Heino Knudsen, Direktor des Dänischen Handballverbands, gegenüber TV2. Der Sender hat nach eigenem Bekunden "aus mehreren Quellen" erfahren, dass es eine Entschädigung in Höhe "von eineinhalb bis zwei Millionen Kronen" im Raum stehe (entspricht 200.000 bis 267.000 Euro, Anm. d. Red.).
GOG erhalte den größeren Anteil dieser Summe, da die Einnahmen in der Champions League der Männer höher, seien. Die Beteiligten hätten allerdings, laut Kundsen, Stillschweigen über die genaue Ausgestaltung der Übereinkunft vereinbart. Der Verband habe "Maßnahmen auf allen Ebenen ergriffen", um einen solchen Fehler zukünftig zu vermeiden. Auch sei die Regelung zur Zuweisung der Startplätze jetzt klarer.
Streit "hat schon zu lange gedauert"
Die finanziellen Ersatz-Forderungen der beiden Klubs sei ursprünglich wesentlich höher gewesen, meldet TV2. Ikast und GOG hatten auch indirekte Verluste angeführt, die durch die Nicht-Meldung für die Champions League entstanden seien, etwa im Sponsoring. Der Verband hätte es jedoch abgelehnt, diese zu betrachten. "Es hat schon zu lange gedauert", wollte Daniel Grönhöj, Direktor von Ikast, nicht länger verhandeln. Das gelte auch für GOG.
Die wirtschaftlichen Folgen für den Verband seien derweil, laut TV2, überschaubar. Die Übereinkunft mit Ikast und GOG "werde keine Auswirkungen auf die Aktivitäten haben, die der Verein in den kommenden Jahren anbieten kann", wird Verbands-Direktor Knudsen zitiert. Laut dem zuletzt veröffentlichten Jahresbericht von 2024 sei "das Eigenkapital von DanskHandbold auf 54,5 Millionen DKK berechnet" worden.
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