Claude Rinck war französischer Nationalspieler zu einer Zeit, als Handball noch mit elf Spielern pro Mannschaft gespielt wurde. Später, Anfang der 1990er-Jahre, gehörte er zu den Gründungsfiguren der Europäischen Handballföderation.
1991, als die EHF offiziell gegründet wurde und Staffan Holmqvist aus Schweden zum ersten EHF-Präsidenten gewählt wurde, zählte Rinck zu den führenden Persönlichkeiten des Handballs, die dem ersten EHF-Exekutivkomitee angehörten.
Von 1991 bis 2000 leitete er die Methodenkommission und prägte maßgeblich die Entwicklung der später nach ihm benannten EHF-Rinck-Konvention. Diese Vereinbarung zur gegenseitigen Anerkennung von Standards in der Trainerausbildung wird heute von 43 europäischen Handballverbänden getragen.
"Claude Rincks Beitrag zum europäischen Handball kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Er war ein außergewöhnlicher Mensch und ein großer Enthusiast unseres Sports", sagte EHF-Präsident Michael Wiederer. Die EHF sprach der Familie sowie den Freunden von Claude Rinck ihr aufrichtiges Beileid aus.