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EM-Kader: Darum setzt Gislason auf vier Debütanten

kicker

"Ich schau extrem viele Spiele. Ich arbeite so, wie auch in den 22 Jahren als Bundesligatrainer. Nach jedem Spieltag lade ich extrem viele Spiele herunter, nicht nur von den aktuellen Nationalspielern, sondern auch denen, die es werden können. Ich habe eine große Datenbank. Wir bereden Vor- und Nachteile im Trainerteam und was auf uns zukommen könnte", gab Bundestrainer Alfred Gislason einen allgemeinen Blick auf die Zusammenstellung des Kaders für die Handball-EM. Zur Vorbereitung duelliert man sich unter anderem zweimal mit Vizeweltmeister Kroatien.» Ohne Kastening und Freihöfer: Gislason nominiert seinen EM-Kader

"Wir legen extrem viel Wert auf Abwehr und Flexibilität für mehrere Positionen", sagte Gislason. Die Defensivqualitäten brachten unter anderem mit Miro Schluroff, Matthes Langhoff und Tom Kiesler drei Rückraumspieler ins Aufgebot, die nun ihr erstes Großturnier spielen werden. Der Bundestrainer ist überzeugt, er hat nun eine Mannschaft zusammen, "die jetzt schon sehr gut ist und in Zukunft deutlich besser werden kann."» Wer ist Tom Kiesler?

"Langhoff ist ein extrem guter Abwehrspieler, der wie Kiesler zu den vielseitigsten Abwehrspielern in der Bundesliga gehört", strich Gislason heraus. "Er läuft auch die zweite Welle und bekommt in Berlin nun auch offensiv immer mehr Spielanteile", so der Isländer, der mit Blick auf seine beiden abwehrstarken Spieler betont: "Beide bringen uns mehr Möglichkeiten in der Abwehr."

Gummersbach-Block als Häseler-Bonus?

Die erhofft man sich auch von Miro Schluroff. "Schluroff ist jemand, der in Gummersbach zwei sehr gute Saisons gespielt hat. Er ist ein guter Schütze, aber er kann auch auf beiden Halbpositionen decken und kann Entlastung für unsere Linkshänder bringen", so Gislason über den Rückraumspieler vom VfL Gummersbach, der auch in der Bundesliga oftmals als dritter Rechtshänder im Rückraum agiert.

Das Zusammenspiel mit Schluroff und Kiesler sowie dem nun offiziell von Halblinks in die Mitte gezogenen Julian Köster könnte auch ein Vorteil für Mathis Häseler gewesen sein, der als zweiter Rechtsaußen hinter dem gesetzten Lukas Zerbe mit zur Endrunde fährt.

"Es war ein enges Rennen", sagte Gislason, der im Vergleich zu vergangenen Turnieren auf Timo Kastening oder Hybridspieler Christoph Steinert verzichtete. Häseler sei "explosiv auf Rechtsaußen und ein Spieler für die Zukunft."

Formal wird erst am 14. Januar beim sogenannten "Technical Meeting" im Vorrunden-Spielort Herning festgelegt, mit welchen Spielern Gislason tatsächlich ins Turnier geht. Der DHB kann bis zu 18 Akteure melden, aus denen für die jeweiligen Partien am Spieltag 16 ausgewählt werden müssen.

Während der Handball-EM 2026 (15. Januar bis 1. Februar 2026 in Dänemark, Schweden und Norwegen) sind insgesamt sechs Wechsel möglich - jeweils zwei während der Vor-, Haupt- und Finalrunde. Nur Spieler, die im 35er-Kader stehen, können nachnominiert werden.