"Nach allem, was wir aktuell wissen, wird das Ergebnis negativ ausfallen. Damit liegen wir klar unter dem Budget", erklärte Geschäftsführer Jostein Sivertsen gegenüber TV 2. Geplant war für die laufende Spielzeit ein Gewinn von rund drei Millionen norwegischen Kronen (ca. 251.400 Euro).
Die Konsequenzen könnten gravierend sein. Um die Lizenz für die REMA 1000-ligaen zu behalten, muss Kolstad spätestens bis Ende 2026 eine positive Eigenkapitalquote vorweisen. Andernfalls drohen Punktabzüge in der Saison 2026/27 - im Extremfall sogar der Zwangsabstieg in die zweite Liga.
Gullerud: "Enorme Belastung"
"Wir müssen bereits jetzt prüfen, welche Maßnahmen notwendig sind, um bis 2026 wieder auf stabile Beine zu kommen", so Sivertsen. Neben Gehaltskürzungen stehen auch strukturelle Einsparungen und ein möglicher Personalabbau im Raum.
Als Gründe für die Schieflage nennt der Klub unter anderem rückläufige Sponsoreneinnahmen und geringere Zuschauerzahlen. Gleichzeitig hat Kolstad zuletzt mehrere Leistungsträger verloren, die sportlichen Ambitionen wurden spürbar zurückgeschraubt.
"Das ist eine enorme Belastung. Wir sind nach einem langen Herbst voller Spiele körperlich erschöpft, und dann bekommt man so eine bittere Nachricht. Das wirkt sich mental auf die Mannschaft aus", sagte Ex-HBL-Profi Magnus Gullerud Anfang der Woche gegenüber TV 2 .
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