Aus Hamburg berichtet Julia Nikoleit
Marko, inwiefern war dieser Sieg ein versöhnlicher Abschluss für das Wochenende?Ich weiß nicht, wie es anderen geht, ich kann mich gerade nicht drüber freuen. Es ist gut, dass wir mit einem Erfolgserlebnis gegen so eine Mannschaft aus dem Wochenende rausgehen, aber für mich persönlich überwiegt die Enttäuschung.
Was könnt ihr mitnehmen aus dem Auftritt gegen Montpellier - oder war es einfach eine Pflichtaufgabe, die es zu absolvieren gab?Eine Pflichtaufgabe war das auf gar keinen Fall. Es war keine Laufkundschaft, gegen die wir gespielt haben. Ich finde, der Unterschied war heute, dass wir ein Sechs-gegen-Sechs verteidigen mussten und kein Sieben-gegen-Sechs. Dadurch konnten wir Ballgewinne erzielen und Tempogegenstöße laufen oder auch über die zweite Welle einfache Tore erzielen. Das konnten wir gestern nicht, weil Melsungen es im Sieben-gegen-Sechs sehr gut gemacht hat und es meistens mit einem Torerfolg geendet ist, was uns die Chance auf Tempo genommen hat.
Wie bitter ist es, dass ihr jetzt - mit den jüngsten Niederlagen in der Bundesliga und dem verpassten Finale - höchstwahrscheinlich die Königsklasse verpasst habt?Es leben noch theoretische Chancen. Das ist vielleicht noch die letzte Luft, die wir atmen können. Wir haben zwei Aufgaben in der Bundesliga, die wir dafür bewältigen müssen. Wir müssen ab jetzt unseren Job machen - und dann schauen wir im Sommerurlaub, denn früher wissen wir nicht, was rauskommt.