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Grijseels: "Wer Norwegen bei 23 Gegentoren hält..."

kicker

Aus Rotterdam berichtet Merle Klingenberg

Deutschland gewinnt WM-Silber: Im Finale musste sich das DHB-Team mit 20:23 gegen Europameister, Olympia-Sieger und nun auch Weltmeister Norwegen geschlagen geben. Nach der Siegerehrung verspürte Alina Grijseels "ein bisschen Enttäuschung, dass wir es nicht geschafft haben, die Goldmedaille zu holen und dann ganz, ganz viel Stolz über das, was wir die letzten zweieinhalb Wochen geleistet haben und auch wie wir uns heute in dem Spiel präsentiert haben."

Bis nur noch Stolz über die erste Medaille seit 2007 übrig bleibt, wird es allerdings nicht mehr lange dauern: "Ich glaube spätestens auf der Feier heute Abend wird sehr viel Stolz da sein über das, was wir auch für den Frauenhandball geleistet haben", so die Spielmacherin, die betont: "Es wird eine lange Nacht. Wir werden es auf jeden Fall sehr genießen und zelebrieren."

Gegen Übermannschaft Norwegen legte führte Deutschland zeitweise mit bis zu zwei Toren. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Skandinavierinnen dann allerdings das Kommando und setzten sich auf bis zu drei Tore ab. Grijseels analysierte besonders die "Erfahrung" als Knackpunkt im Spiel.

"Auch heute gezeigt, dass mit uns ist zu rechnen ist"

"Es sind immer so ein, zwei Dinge. Wir kommen nicht mehr in die Führung. Lunde hält nochmal ein, zwei gute Bälle. Wir machen vielleicht einen Fehler zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Das sind dann immer die ganz, ganz kleinen Dinge, die so ein Finale entscheiden. Da war Norwegen heute den Tick besser", resümierte die 29-Jährige.

Doch Grijseels betont weiter: "Wer Norwegen bei 23 Gegentoren hält, hat eine Menge richtig gemacht. Darauf bin ich sehr, sehr stolz, dass wir auch heute gezeigt haben, dass mit uns ist zu rechnen ist. Wir brauchen eine hundertprozentige Leistung, die haben wir auch heute wieder gebracht. Ich bin stolz auf die Performance, auf die Leistung, die wir heute auf der Platte gelassen haben."

"Erstmal einfach nur genießen"

Wenn es nach DHB-Präsident Andreas Michelmann geht, ist das Halbfinale in Zukunft der dauerhafte Anspruch. Die bei diesem Turnier gezeigte Leistung "gilt es natürlich zu bestätigen", so Grijseels. Doch: "Das ist ja meistens schwieriger, als es einmal zu schaffen". Und die Rückraumspielerin schiebt hinterher: "Es ist aktuell noch wirklich kein Thema, mit dem ich mich groß beschäftige, weil ich es jetzt erst mal einfach nur genießen will, nach jahrelanger, harter Arbeit, endlich eine Medaille um den Hals hängen zu haben."

Zusätzlichen Stolz verspürt sie mit Blick auf ihre Mitspielerinnen: Antje Döll und Emily Vogel wurden ins All-Star-Team gewählt, Viola Leuchter ist erneut Best Young Player. "Am Ende haben wir natürlich eine tolle Team-Performance geleistet. Aber sowohl Emy, Vio als auch Antje haben ein überragendes Turnier gespielt. Ich bin natürlich stolz auf die drei. Da ist sehr viel Freude, dass sie es ins All-Star-Team oder zur Besten jungen Spielerin geschafft haben und ich bin stolz auf den Rest des Teams, dass wir zusammen die Silbermedaille geholt haben", so Grijseels.

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