Der Start der italienischen Mannschaft bei ihrer ersten Europameisterschaft seit 1998 war durchaus vielversprechend: Die erste Viertelstunde begegneten sie dem Favoriten aus Island auf Augenhöhe. Das Problem: "Das Spiel war nach 15 Minuten nicht vorbei, wir müssen 60 Minuten spielen", ärgerte sich Trainer Bob Hanning gegenüber dem Pressedienst der EHF.
Da stimmte ihm auch Rückraumspieler Davide Bulzamini zu: "Wir haben sehr gut angefangen und das gebracht, was wir vorbereitet hatten. Dann haben wir plötzlich Dinge gemacht, die weit weg von unserem Plan waren. Und gegen eine Mannschaft wie Island dürfen wir das nicht, wir müssen über das ganze Spiel ein gutes Niveau halten", lautete das Fazit des Italieners, der sein EM-Debüt trotzdem genießen konnte: "Es war sehr emotional und ein Kindheitstraum."
Hanning: "Keine europäische Topmannschaft"
Für Hanning überwog jedoch klar der Frust über die letztendlich deutliche Pleite: "Die isländische Mannschaft macht das extrem schnell, und wir brauchen ein oder zwei Pässe mehr, und das ist der Unterschied zwischen einer europäischen Topmannschaft und unserer italienischen Mannschaft im Moment", erklärte er.
Italien überzeugte zu Beginn vor allem durch eine starke Abwehr: "Wir haben auch in den Vorbereitungsspielen gesehen, dass wir einige wirklich gute Phasen haben, aber es ist sehr schwer, diese Abwehr zu spielen, sie kostet sehr viel Kraft", machte Simone Mengon den Grund dafür ausfindig, dass es nur für 15 sehr starke Minuten reichte. Am Sonntag geht es gegen Ungarn weiter.
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