Zwischen dem TBV Lemgo Lippe und dem THW Kiel ging es am Sonntagnachmittag um den Anschluss an die Champions-League-Ränge. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 23:23-Unentschieden, bei dem vor allem die Torhüter zu überzeugen wusste. Der Punkt bringt Lemgo vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz. "Es macht einfach Spaß", fasste Florian Kehrmann die aktuellen Wochen beim TBV bei Dyn zusammen.
Sein Kollege Filip Jicha könne seinen Spielern "keinen Vorwurf machen". Der THW lag zwischenzeitlich schon mit vier Toren hinten und hatte in den letzten Sekunden sogar noch die Möglichkeit auf den Siegtreffer, der jedoch nicht fallen sollte. "Hier einen Punkt in Lemgo zu holen, das ist für uns ein Big Point", sagte der Tscheche im Dyn-Interview, der trotzdem nicht ganz glücklich wirkte. Besonders der letzte Angriff nerve ihn "schon sehr".
Auch Sieg wäre dringewesen
"Die Jungs haben erneut alles auf dem Spielfeld gelassen", strahlte Florian Kehrmann. Trotz aller Freude zeigte aber auch er ein wenig Enttäuschung über die Schlussphase: "Hinten raus fehlen uns dann die ein, zwei Körner, um das das Spiel zuzumachen." Ein paar mehr genutzte Chancen hätten vielleicht die Vorentscheidung bringen können, so Kehrmann. "Wir hätten verlieren können, wir hätten gewinnen können. Ich glaube, jetzt können wahrscheinlich beide ganz gut damit leben", lautet Kehrmanns versöhnliches Fazit.
Dies würde sicherlich auch Jicha so unterschreiben: "Ich muss meine Jungs für die Moral letztendlich loben. Wenn man mit vier Toren in Lemgo zurückliegt und dann nochmal zurückkommt, honoriere ich das definitiv". Der eine Punkt reichte Kiel auch, um auf Platz vier zu bleiben. Unter der Woche wartet auf beide Teams noch ein Pokalspiel: Am Mittwoch fährt Lemgo nach Leipzig, die Zebras müssen am Donnerstag bei den Füchsen ran. Ein Sieg würde die Teilnahme am Final Four bedeuten.
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