Norwegens Handballlegende Katrine Lunde beendet nach der WM 2025 ihre außergewöhnliche Karriere im Nationaltrikot. Fünf Tage vor dem WM-Auftakt gegen Südkorea gab die 45-jährige Torhüterin am Samstag offiziell bekannt, dass das Turnier in Deutschland und den Niederlanden ihr letzter Einsatz für die "Håndballjentene" sein wird.
"Nach gründlichen Überlegungen habe ich entschieden, dass die WM 2025 mein letztes Meisterschaftsturnier sein wird", erklärte Lunde. "Mein Ziel ist es, dieses letzte Kapitel unvergesslich zu machen."
Wie es für sie nach der WM weitergeht, lässt die Rekordspielerin offen. Eine Fortsetzung ihrer Vereinskarriere sei möglich, betont sie, konkrete Pläne gebe es jedoch nicht. Für die Nationalmannschaft stünde sie im Frühjahr 2026 noch für einzelne Maßnahmen bereit - ein weiteres Großturnier schließt sie jedoch aus.
Debüt 2002
Lunde debütierte im September 2002 für Norwegen - damals noch gegen Jugoslawien. Mehr als zwei Jahrzehnte später gilt sie als eine der erfolgreichsten Handballerinnen der Sportgeschichte. Ihre Bilanz umfasst unter anderem drei Olympiagoldmedaillen, zwei WM- und sieben EM-Titel sowie sieben Champions-League-Triumphe mit drei unterschiedlichen Vereinen. Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris wurde sie zur besten Spielerin des Turniers gewählt und schrieb gleichzeitig Geschichte als erste Norwegerin mit Medaillen bei fünf Sommerolympiaden.
Aktuell bereitet sich die Torhüterin gemeinsam mit dem Team von Nationaltrainer Ole Gustav Gjekstad auf die letzten Testspiele vor, darunter das Duell mit Ungarn beim Posten Cup in der Sotra Arena. Gjekstad würdigte Lundes Entscheidung mit großem Respekt: "Ihre Verdienste sprechen für sich. Sie wird im norwegischen Handball für immer einen besonderen Platz einnehmen. Es wird schwer sein, all das zu ersetzen, was sie über so viele Jahre geleistet hat."
Mit der WM 2025 endet damit eine der beeindruckendsten Karrieren, die der internationale Handball je gesehen hat.