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Österreichs Geheimwaffe: Wer ist Tobias Wagner?

kicker

Ein bestimmtes Ritual an Spieltagen hat Tobias Wagner nicht. Es gibt nur eine Sache, die der österreichische Handballer eigentlich immer macht - also wohl auch vor dem EM-Hauptrundenspiel gegen die deutsche Mannschaft in Köln. "Ich esse immer am Spieltag Spaghetti Bolognese", verriet der 30-Jährige vor einiger Zeit mal in einem Video-Interview.

Der Kreisläufer, der auch in der Vergangenheit gegen die DHB-Auswahl vor allem wegen seiner kräftigen Statur auffiel, blickt bereits auf eine lange Karriere zurück. Als Kind fing er zwar zunächst mit dem Fußballspielen an. "Aber da war mir der Ton zu streng, zu hart, das war ich von daheim nicht gewohnt", sagte er. Also wechselte er schon im Alter von sechs Jahren zum Handball, weil seine Mutter eine Kinderhandball-Mannschaft betreute.

2013 spielte Tobias Wagner schließlich das erste Mal in der österreichischen Bundesliga. 2016 wechselte er zum deutschen Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten, mit dem er ein Jahr später in die 2. Liga abstieg. Wiederum ein Jahr später ging es zurück nach Österreich, anschließend spielte er von 2021 bis 2023 in Frankreich für Fenix Toulouse. Anschließend war er wieder in seiner österreichischen Heimat bei Bregenz unter Vertrag, bevor es ihn im Sommer 2024 nach Erlangen zurück in die Bundesliga zog. Doch bereits nach einer Saison zog es ihn nach Frankreich, wo er aktuell für Limoges auf Torejagd geht.

Lockeres Mundwerk

Und wie tickt Tobias Wagner persönlich? "Ich bin eher ein extrovertierter Mensch. Ich gehe leicht auf neue Menschen zu und tue mich auch nicht schwer, neue Kontakte zu knüpfen", erzählte er. "Ich habe immer ein relativ lockeres Mundwerk", schob er mit einem Lächeln hinterher.

In Limoges lebt er mittlerweile ein ruhiges Leben, gemeinsam mit seiner Partnerin und seinem Hund in einem Haus nördlich von Bordeaux. Auf Vereinsebene läuft es sportlich ebenfalls. Limoges belegt in der französischen LNH den vierten Platz.

"Alles andere schon erlebt"

Mit der Nationalmannschaft steht Wagner vor einer neuen Herausforderung, mit Iker Romero anstatt Ales Pajovic an der Seitenlinie: "Der Start ist super gelungen, wir sind fit und motiviert, vieles passt schon sehr gut. Iker weiß um unsere Stärken, wo wir stehen, und dass wir über uns hinauswachsen können. Das wird er von uns auch verlangen.“

Der Spanier sei laut ihm der richtige Typ, "um die goldene Zeit von Pajovic weiter aufzupolieren und uns zu schleifen." Jedoch muss er seiner Mannschaft dabei nicht allzu viel Neues mitgeben: "Iker muss kein Hexenwerk aufführen. Er muss uns Werkzeuge geben, um etwas umzusetzen.“

Persönlich will Wagner noch einiges erleben. Die Olympischen Spiele in Los Angeles und die Champions League sind ein Traum von ihm: "Mit 33 Jahren dürfte man dann über den Rücktritt nachdenken. Und alles andere habe ich im Handball zum Glück schon erleben dürfen.“