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Wolff-Gala bei Generalprobe "Gut fürs Gefühl" der EM-Mission

kicker

Die Fans in Hannover verabschiedeten Deutschlands Handballer mit Standing Ovations, auf dem Feld schworen sich Andreas Wolff und Co. nach ihrer bärenstarken Generalprobe im Kreis auf die EM-Mission ein. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht - insbesondere defensiv", sagte der überragende Wolff nach dem 33:27 (16:12) gegen Vizeweltmeister Kroatien. Und Julian Köster meinte: "Das ist gut fürs Gefühl."

Angeführt von Wolff unterstrich die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason mit einer besonders in der Defensive richtig starken Vorstellung ihre Ambitionen für das Turnier ab dem kommenden Donnerstag in Dänemark.

Gislason froh über "viele gute Abwehrjungs"

"Ich finde es super, dass wir so viele gute Abwehrjungs dabei haben. Das ist für den Gegner schwer auszurechnen. Es macht Spaß, Abwehr zu spielen", sagte Köster, betonte aber auch: "Es gibt trotzdem ein paar Aufgaben, die wir aus diesem Spiel mitnehmen können, aber nichtsdestotrotz steht am Ende ein Sieg oben. Es gab immer wieder Phasen, aber da haben wir uns gut rausgekämpft."

Gislason lobte in der ARD "besonders" die Abwehr und eine "überragende" Torhüterleistung: "Ich bin sehr zufrieden. Die Jungs haben wirklich viel Charakter gezeigt." Der Isländer, über dessen Zukunft beim DHB im Vorfeld des Turniers diskutiert wurde, betonte: "Wir haben so viele Tore über die zweite Welle und schnelle Mitte erzielt. Besonders in Kroatien, aber auch heute was das ordentlich. Man siehraber auch, dass wir vorne viel mehr Flow reinkriegen müssen."

Vor allem Torhüter Wolff präsentierte sich vor 10.427 Zuschauern in der ausverkauften Arena in bestechender Form. Glänzte im ersten Test gegen die Kroaten drei Tage zuvor in Zagreb (32:29) noch David Späth zwischen den Pfosten, war es diesmal Wolff, der die Fans mit etlichen spektakulären Paraden von den Sitzen riss. Zudem überzeugte das deutsche Team mit einer bärenstarken Defensive.

Zu den besten Torschützen avancierten Lukas Zerbe und Renars Uscins mit je fünf Treffern. "Wir sind sehr gut, wenn wir so spielen. Das stimmt mich optimistisch", sagte Spielmacher Juri Knorr: "Wir müssen uns vor keiner Mannschaft verstecken."

Selbstvertrauen trotz schwerer Gruppe

Somit fährt der Olympia-Zweite mit reichlich frischem Selbstvertrauen ins Nachbarland, wo Kapitän Johannes Golla und seine Mitspieler am Dienstag ihr Quartier in Silkeborg beziehen. Bei der EM trifft die deutsche Auswahl in der Vorrundengruppe A am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD) zunächst auf Österreich.

Weitere Gegner in der ersten Turnierphase sind Serbien am Samstag (20.30 Uhr/ARD) und Spanien am folgenden Montag (20.30 Uhr/ZDF). Gislasons Team bestreitet das gesamte Turnier in der Jyske Bank Boxen in Herning.

Arena direkt von Anfang an auf Höchsttemperatur

Am Sonntag dominierte die DHB-Auswahl von Beginn an. Wolff parierte direkt einen Ball nach dem anderen, darunter auch einen Siebenmeter, sodass die Kroaten erst nach fünf Minuten ihren ersten Treffer erzielten. Zwar kamen die Gäste anschließend besser ins Spiel und gingen beim 4:5 (11.) durch Luka Cindric sogar erstmals in Führung. Deutschland ließ sich davon aber nicht beeindrucken.

Vor allem die Abwehr, die Gislason in unterschiedlichen Besetzungen spielen ließ, war so ganz nach dem Geschmack des Trainers. "Sehr gut", lobte der Isländer in einer Auszeit. Und auch im Angriff setzte Deutschland nun einige Glanzpunkte.

Auf dem Flügel zeigte sich Mertens in dieser Phase treffsicher, am Kreis lief nun Justus Fischer heiß. Erst sorgte der Hannoveraner Lokalmatador für die erste Drei-Tore-Führung (24.), wenig später schraubte er das Ergebnis mit einem gefühlvollen Heber auf 13:9 (25.). Und als Wolff kurz vor der Pause höchstselbst mit einem Wurf über das gesamte Feld in das verwaiste Tor auf 16:11 stellte, stand die Arena endgültig kopf.

Bitter nennt Wolff "alter Mann"

Im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein ganz anderes Bild. Kroatien legte einen Blitzstart hin und glich in nur fünf Minuten aus (17:17). "Der alte Mann muss es richten", sagte Jogi Bitter im ARD-Kommentar beim nächsten parierten Siebenmeter von Wolff. Und so kam es. Das deutsche Team blieb cool und entschied das Spiel auch dank Wolffs Paraden für sich.

Gislason wechselte wie schon im ersten Kroatien-Test munter durch. Nicht zum Einsatz aus dem 18er-Kader kam allerdings wie schon am Donnerstag in Kroatien Linksaußen Rune Dahmke. Der DHB kann bis zu 18 Spieler für das Turnier melden, aus denen für die jeweiligen Partien am Spieltag 16 ausgewählt werden müssen.

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