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Kiels Szilagyi über Videobeweis: "Spielball unterschiedlicher Entscheidungen"

kicker

"Es war eine sehr hitzige Partie, und man hat einigen meiner Jungs angemerkt, dass sie erst am Donnerstag ein richtig hartes Spiel hatten", erklärte Kiels Trainer Filip Jicha mit Blick auf die bittere Pokalniederlage bei den Füchsen Berlin an, wo er nach seiner Schiedsrichterkritik "gerne ein schlechter Verlierer" gewesen sei.

Auch diesmal wurde wieder von Seiten des Deutschen Rekordmeisters diskutiert, denn August Pedersen sicherte den Recken mit einem Siebenmeter nach Abpfiff noch einen Zähler. "dass Pedersen nach zuvor insgesamt drei verworfenen Siebenmetern den entscheidenden reinmacht, setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf", freute sich Sven-Sören Christophersen, der Sportliche Leiter der Recken.

"Es war kein schönes Handballspiel, aber das war heute so kurz nach dem Spiel in Berlin auch nicht zu erwarten. Uns hat in den Beinen und im Kopf ein wenig die Frische gefehlt, was Hannover mit viel Tempo bestraft hat, um uns noch müder zu machen. Die TSV hat alles reingeworfen, und das Unentschieden war dem Spielverlauf nach verdient", urteilte Kiels Geschäftsführer Viktor Szilgayi.

"Vereine sind in Vorleistung getreten"

Der Österreicher wollte im Nachgang eine Grundsatzdiskussion starten. Auch mit Blick auf Magdeburgs Sieg in Gummersbach, der VfL-Manager Christoph Schindler in Wallung gebracht hatte, weil dort nicht die Videobilder angeschaut wurden sowie auch das eigene Pokalaus in Berlin. Auch der Bergische HC zeigte sich nach der Kriminiederlage gegen den TBV Lemgo Lippe etwas dünnhäutig.

"Grundsätzlich sollte man sich darüber Gedanken machen, dass Woche für Woche, Spiel für Spiel der Videobeweis unterschiedlich aufgefasst wird. Er wurde von den Vereinen installiert, um für Fairness zu sorgen und die Schiedsrichter zu unterstützen. Es war ein großes Invest, mit dem die Vereine in Vorleistung getreten sind", sagt Szilagyi.

Der Österreicher betont: "Man sollte sich darüber Gedanken machen, ob es mit der Dynamik und Linie unseres Sports zu tun hat, heute diesen spielentscheidenden Siebenmeter zu geben." Renars Uscins hatte den langen Expresspass auf Daniel Weber gespielt, Eric Johansson hatte noch versucht die Lücke zu schließen, der Recken-Rechtsaußen erwischte den Fuß des Schwedens bei seinem letzten Schritt - der DHB-Linie nach ein klarer Strafwurf in dieser Saison, weil Weber schon im Anlauf war.

"Wir Vereine werden zum Spielball unterschiedlicher Entscheidungen, und deshalb sollte schleunigst etwas getan werden, sollten Schulungen der Schiedsrichter stattfinden, sollte einfach etwas passieren, um den Grundgedanken des Videobeweises zurückzuholen", so Szilagyi abschließend.

"Ich bin Handball-Torwart. Das sind zwei sehr gute und gelernte Schiedsrichter, die sich das mit Video angeguckt haben. Ich glaube, da sind wir alle gut beraten, wenn wir einfach den Jungs da vertrauen. Wenn sie rausgehen, sich das angucken und dann falsch entscheiden, dann ist es so, da müssen sie das mit dem Schiedsrichterwart klären", hatte hingegen Hannovers Keeper Joel Birlehm zur letzten Situation erklärt.