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Klare Reformagenda: Wer ist Franjo Bobinac?

kicker

"Handball braucht einen neuen Entwicklungsschub, eine stärkere globale Position und eine klare Stimme innerhalb der olympischen Familie", so Franjo Bobinac vor der richtungsweisenden Wahl des neuen Präsidenten der Internatonal Handball Federation. Amtsinhaber Hassan Moustafa hat nach vielen Jahren dabei wieder Gegenkandidaten.» IHF-Präsident: Das sind die KandidatenZentraler Punkt des Programms mit dem Franjo Bobic in das Rennen geht, ist eine deutlich stärkere finanzielle Förderung der nationalen Verbände. Bobinac kritisiert, dass die IHF trotz hoher Rücklagen bislang nur einen kleinen Teil ihrer Mittel direkt in die Entwicklung des Sports investiere.

Sollte er gewählt werden, will Franjo Bobinac verbindlich 30 Prozent der Nettoerlöse aus IHF-Großveranstaltungen jährlich an nationale Verbände und deren Ligen ausschütten. Zudem sollen innerhalb einer Amtszeit mindestens 25 Millionen Schweizer Franken gezielt in Entwicklungsprogramme fließen und das transparent, leistungsbezogen und nachvollziehbar.

Ein weiterer Reformbaustein betrifft die internationale Zusammenarbeit. Bobinac plant, für jede der sechs Kontinentalföderationen einen festen Repräsentanten am IHF-Hauptsitz in Basel zu installieren. Ziel ist eine engere Verzahnung zwischen Weltverband und Kontinenten, ein besserer Austausch über Herausforderungen sowie mehr Mitsprache aller Mitgliedsverbände, unabhängig von deren Größe oder sportlichem Erfolg.

"Vielfalt ist unsere Stärke"

Auch in Fragen der Verbandsführung will Bobinac klare Akzente setzen: Er spricht sich für eine Begrenzung der Amtszeiten aller IHF-Funktionäre auf maximal drei Perioden sowie für eine Altersgrenze aus. Damit wolle er moderne Governance-Strukturen stärken und Machtkonzentration vermeiden. Vergleichbare Regelungen seien bei internationalen Sportorganisationen längst Standard.» Übersicht: Die Präsidenten der IHF

Seine Vision: Handball soll sich dauerhaft als eine der führenden globalen Teamsportarten etablieren. Dazu zählen neben stärkerer Solidarität und Inklusion auch neue Partnerschaften mit globalen Sponsoren, bessere Rahmenbedingungen für Spielerinnen und Spieler sowie ein systematischer Aufbau vom Breitensport bis zur Spitze. "Vielfalt ist unsere Stärke. Jeder Verband trägt zum Wachstum des Handballs bei", betont Bobinac.