Die Gäste feierten am Dienstagabend im Nachholspiel bei den Eulen Ludwigshafen ihren achten Sieg in Folge und reisen entsprechend mit breiter Brust nach Krefeld. Die Eagles konnten mit dem 28:28-Unentschieden im Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke nach zuletzt zehn Niederlagen in Serie zumindest mal wieder punkten.
"Uns hat in Lübbecke leider ein wenig die Abgezocktheit gefehlt. Bei Überzahl und einem Tor Vorsprung muss man ein solches Spiel 90 Sekunden vor dem Ende eigentlich nach Hause bringen", sagt Kapitän Niklas Ingenpaß und betont: "Wir haben einen Punkt geholt und ein Lebenszeichen gesetzt."
Krefeld "definitiv nicht der Favorit"
"Nordhorn gehört zu den Topmannschaften der Liga. Sie hatten sich von der Hinrunde etwas mehr erhofft und wollten die Aufstiegsplätze angreifen. Mittlerweile sind sie davon gar nicht mehr so weit entfernt. Das zeigt, welche Qualität diese Mannschaft besitzt", sagt Trainer Mark Schmetz, der lange Zeit gemeinsam mit Nordhorn-Coach Mark Bult die rechte Angriffsseite bei Oranje bildete.
Der Niederländer, der als Spieler zweimal den EHF-Pokal gewinnen konnte, betont: "Wir sind am Sonntag definitiv nicht der Favorit. Aber wenn wir an die Leistungen aus den Spielen in Lübbecke und Balingen anknüpfen können, bekommen wir vielleicht erneut in der Schlussphase die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen."
Personell muss die HSG weiterhin auf Lukas Siegler verzichten. Tim Stefan arbeitet noch an der Aufholung seines Trainingsrückstands. Hoffnung besteht hingegen, dass Torhüter Anel Durmic seine Verletzung rechtzeitig auskurieren konnte.