Deutschland kämpft am Sonntag (17.30 Uhr/ARD) gegen Olympiasieger Norwegen um den ersten WM-Titel seit dem Wunder von Oslo 1993. Bereits der Gewinn von Silber, der ersten WM-Medaille seit Bronze 2007, ist für den Verband ein riesiger Erfolg.
Es sei während der WM-Tage gelungen, "den Lichtkegel etwas stärker auf den Frauenhandball zu richten", sagte Michelmann. "Der nächste Schritt muss jetzt sein, über die Sichtbarkeit dafür zu sorgen, dass die Liga stärker wird und die Frauen - zumindest solange sie aktiv spielen - mit dem Sport leben können und nicht nebenbei noch einen anderen Job ergreifen müssen, um Handball spielen zu können."
Gaugisch hat "riesengroßen Anteil am Erfolg"
Nach Ansicht des 66-Jährigen soll Bundestrainer Markus Gaugisch dabei seinen Job künftig weiter ausüben. Der Vertrag des DHB-Coaches läuft 2026 aus. Nach den Olympischen Spielen und der vergangenen EM habe Gaugisch "seine Schlüsse gezogen und mutige Entscheidungen" getroffen. "Von daher hat er natürlich einen riesengroßen Anteil an dem Erfolg, das ist ganz klar", sagte Michelmann. Er sehe "keinen" Grund, die Zusammenarbeit nicht fortzuführen.
Angesprochen auf eine Verlängerung verwiesen sowohl Gaugisch, der seit 2022 im Amt ist, als auch Sportvorstand Ingo Meckes auf die Zeit nach dem Turnier, "aber wir stehen im Finale, das kann man natürlich auch noch dazu erwähnen", sagte Meckes.
Gaugisch selbst zeigte sich offen. "Mir macht es Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Ich glaube, die Entwicklung spricht für sich", sagte der 51-Jährige und ergänzte: "Es sollte nicht nur von Erfolg und Misserfolg abhängig sein, sondern wie ist die Struktur, wie ist die Arbeitsweise, wie passt alles zusammen in Trainerteam und Mannschaft. Das sind so Überlegungen: Wie zufrieden ist man mit dem eigenen Tun? So etwas muss man sich überlegen, dafür ist aber Zeit, nachdem wir im Finale alles auf die Platte gehauen haben."
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