Fehlercode: %{errorCode}

Nach WM-Partyrausch wartet der Minijob

kicker

Unser Print-Magazin Bock auf Handball hatte schon vor der Handball-WM der Frauen einige Jobs der Nationalspielerinnen beleuchtet. Nach dem Zusammenbruch der HB Ludwigsburg und der Rückkehr zum VfL Oldenburg muss aber auch Rechtsaußen Jenny Behrend wieder arbeiten.

Wie sie am Rande des Turniers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtete, wartet nach dem Turnier direkt wieder der Minijob im Büro eines Logistikunternehmens. Die vier Jahre Profi-Handball in Bietigheim und Ludwigsburg sei "eine schöne Zeit" gewesen, so Behrend und betont: "Die Gehälter im Frauenhandball sind ungerecht. Wir arbeiten so hart wie alle anderen."

Schon bei der Verpflichtung hatte ihr neuer Klub betont, dass man sich finanziell strecken musste, um diesen Transfer zu realisieren. "Für uns steht da aber ganz klar im Vordergrund, dass wir einer Spielerin helfen wollen, die sich sehr viele Verdienste in diesem Verein erarbeitet hat. Da haben wir keinen Moment gezögert", sagte Oldenburgs Geschäftsführer Andreas Lampe damals.

Gaugisch und das Vorbild Färöer

Bundestrainer Markus Gaugisch betonte bei einem Medientermin in Dortmund: "Der Frauenhandball ist nicht überall gleich wertgeschätzt und hat nicht die gleiche Aufmerksamkeit. Wenn man es vergleicht mit dem Männerhandball, dann ist es vor allem in Europa durchgängig ein anderes Niveau. Die Bedingungen sind für mehr Menschen gleich."

"Bei den Frauen ist die Schere sehr großen zwischen dem, was man unter professionellem Training und Struktur dann eben versteht, inklusive der Trainer, die im Jugendbereich dann arbeiten", so Gaugisch. Er nannte als positives Beispiel die Färöer: "Da hat der Frauen- und Mädchenhandballsport eine Wertigkeit. Wenn man sieht, wie der Output ist, was die alles können, dann ist das bei der Dichte, die sie haben, herausragend.

"Die Wertigkeit ist international so gespalten, dass wir eben versuchen müssen, auch für die Mädels andere Bedingungen herzustellen. Und da machen wir, glaube ich, in diesem Jahr, mit dieser WM, mit der Kampagne, mit all diesen Dingen, die drumherum laufen, einen guten Schritt in die richtige Richtung", sagte der Bundestrainer.

Seinen aktuellen Spielerinnen nutzt das wenig, die müssen schon vor dem Re-Start der Liga in den regulären Beruf zurückkehren. Und Jenny Behrend ist dabei schon wieder am Sonntag im Einsatz: Der Tübinger Fußball-Stadtpokal Anfang Januar sorgt dafür, dass der VfL Oldenburg bereits an diesem Sonntag zur TuS Metzingen reisen muss.

Mehr zur Handball Bundesliga Frauen auf handball-world:» Spielplan Handball Bundesliga Frauen» Tabelle Handball Bundesliga Frauen» Schlagzeilen aus der Handball Bundesliga Frauen