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Norwegens Trainer Gjekstad: "Deutschland hat ein grandioses Finale gespielt"

kicker

Aus Rotterdam berichtet Felix Buß

Herzlichen Glückwunsch, gleich beim ersten Turnier die Goldmedaille! Wie fühlen Sie sich nach diesem spannenden Endspiel?

Ich freue mich natürlich sehr über das Gold. Ich freue mich auch sehr darüber. Es war ein hart erkämpfter Sieg, da wir uns jeden Torerfolg hart erarbeiten mussten. Nach einem Turnier, in dem wir jedes Spiel zuvor so deutlich (im "schlechtesten" Fall mit neun Toren Differenz, Anm. d. Red.) gewonnen haben, ist so ein Sieg gegen Deutschland nicht leicht.

Deutschland spielt sehr gut und macht es einem schwer. Dieses Spiel nach so einem Kampf zu gewinnen, ist umso befriedigender. Und natürlich freut es mich auch sehr, dass Katarine (Lunde, Anm. d. Red.) ihre Nationalmannschaftskarriere mit Gold beenden kann. Das ist wohlverdient für sie.

Haben Sie bei ihrem ersten Turnier als norwegischer Nationaltrainer den Erfolgsdruck gespürt? Viele Beobachter haben im Finale auf Olympiasieger Norwegen gesetzt...

Ich weiß, es ist ein großer Druck, und alle wollen, dass wir gewinnen, die meisten erwarten es auch. Deshalb ist es natürlich schön für uns und für mich, dass wir gewonnen haben. Wir mussten hart dafür arbeiten.

Ich muss auch sagen, dass Deutschland ein grandioses Finale und ein großartiges Turnier gespielt hat. Sie haben es uns schwer gemacht.

Andere Teams, Dänemark oder Frankreich, haben bei diesem Turnier merklich Probleme gehabt, neue Spielerinnen zu integrieren. Bei Norwegen wirkte es so, als seien alle schon immer dabei gewesen. Ist das vielleicht aus norwegischer Sicht das Positivste?

Ich denke, was wir sehr gut machen, ist, dass wir nicht zu viel über die Spielerinnen reden, die nicht dabei sind. Wir arbeiten mit den Spielerinnen, die da sind, und wir sprechen über die Spielerinnen, die da sind.

Wir haben seit den Olympischen Spielen sechs Spielerinnen verloren. Aber neue Spielerinnen kommen nach, und wenn man ständig nur über die Abwesenden spricht, vermittelt man den Eindruck, dass die Spielerinnen, die da sind, gut genug sind.

Ein wichtiger Teil in diesem Team ist es also, über die Spieler zu sprechen, die spielen. Und sie haben hier WM-Gold errungen.

Noch einmal zurück zum WM-Finale: Was wollte Ihr Team nach der Halbzeitpause besser machen?

Ich denke, wir haben uns in den letzten 40 Minuten in die Defensive deutlich verbessert. Das war wichtig. Der Angriff war, abgesehen von den ersten zehn Minuten, eigentlich nie gut. Wir mussten hart für jeden Torerfolg kämpfen. Sie haben gut verteidigt, und wir mussten um jedes Tor kämpfen.

Es war ein enges Spiel, aber wir haben es im Spielverlauf geschafft, mehr Kontrolle über unser eigenes Spiel zu gewinnen und die Partie in der zweiten Hälfte besser zu kontrollieren als in der ersten.

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