"Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben uns dann aber nach zehn bis 15 Minuten etwas verloren. In der ersten Halbzeit leisten wir uns zu viele technische Fehler. In der zweiten Halbzeit scheitern wir bei klaren Chancen mehrfach am gegnerischen Torhüter, der eine überragende Quote hatte", bilanzierte Stuttgarts Coach Misha Kaufmann und betonte: "Auch unser Torhüter hat ein gutes Spiel gemacht, daher hielten sich die klaren Chancen insgesamt die Waage."
"Besonders zufrieden bin ich mit unserer Abwehrleistung. Wir wussten, was auf uns zukommt, denn Stuttgart ist eine sehr spielstarke Mannschaft und schwer zu stoppen. Nach einer Umstellung nach etwa zehn Minuten haben wir die Eins-gegen-Eins-Situationen im Rückraum deutlich besser verteidigt. Beim Stand von 7:7 konnten wir uns etwas absetzen und das Spiel über weite Strecken kontrollieren", analysierte VfL-Coach Gudjon Valur Sigurdsson.
Nach ausgeglichener Anfangsphase, bis etwa zur 15. Minute, setzten sich die Gäste dank sinkender Stuttgarter Durchschlagskraft und weniger technischer Fehler zunehmend ab und führten zur Pause mit 15:11. Angeführt von den deutschen Nationalspielern Julian Köster und Miro Schluroff, die zusammen 15 Treffer erzielten, kontrollierte Gummersbach die Partie bis zum Ende und ließ den Hausherren keine echte Aufholchance mehr.
Freude auf die freien Tage
"Das war schon wirklich ein guter Auftritt von uns. Perfekt glaube ich nicht. Es gibt immer ein paar Fehler, die man abstellen kann. Aber ich bin sehr, sehr stolz, wie wir das heute über die 60 Minuten gemacht haben", analysierte Nationalspieler Julian Köster bei Dyn nach der Partie.
Mit Hinblick auf die anstehende Pause zeigt er sich für das letzte Spiel des Jahres optimistisch: "Wir haben ja noch ein Weihnachtsspiel zu Hause. Das wollen wir natürlich auch gewinnen, aber ich freue mich schon auf die Pause. Wir fangen ja auch mit der Nationalmannschaft ein bisschen später an und ich werde die Tage nutzen."
"Mit gutem Abschluss das Jahr beenden"
"Wir haben einfach ganz wenig 1 gegen 1 gewonnen da in der Mitte. Da konnten die immer gut zuschieben. Und ja, dann die Lösung, schnelle Pässe über Außen, haben heute dann leider auch nicht so funktioniert", bilanzierte hingegen Stuttgarts Torben Matzken nach der Partie.
Auch wenn er sichtlich frustriert nach der Partie war, zeigte er sich für die anstehende Aufgabe kämpferisch:"Ich glaube, heute Abend wird jeder enttäuscht sein. Aber ja, wir gehen jetzt wahrscheinlich dann ab morgen voll das Spiel in Melsungen an und wollen da auf jeden Fall nochmal mit einem guten Abschluss das Jahr beenden."
"Probleme hatten wir heute vor allem im Zentrum bei den Rückraumwürfen, da wir es nicht geschafft haben, die Rückraumschützen frühzeitig anzugehen. Gummersbach spielt sehr schnell und hat uns damit gezwungen, phasenweise nur mit einem Wechsel zu agieren. Das haben wir ordentlich gelöst, am Ende steht aber ein verdienter Sieg für Gummersbach", so Kaufmann.
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