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Saisonaus für Konstanz-Torhüter Poltrum

kicker

Im letzten Spiel des Jahres 2025 knickte Konstantin Poltrum nach einer Parade bei der Landung unglücklich um. "Ich habe gehofft, dass es nicht zu schlimm ist", sagt Poltrum - wusste aber schon in diesem Moment, dass etwas "Größeres" passiert war. Nun ist die Saison für ihn gelaufen. "Bitter", nennt der Torhüter dies selbst, der für die HSG in dieser Position aber auch als Ruhepol und Führungsspieler so wichtig für die junge Mannschaft ist.

Auf der anderen Seite weiß der ehemalige Bundesligaspieler, der schon von 2015 bis 2018 und wieder ab 2023 das Tor der Konstanzer hütet, dass "ich Glück in meiner Karriere hatte. Das gehört leider auch zum Berufsrisiko."

Wobei sich beim jungen Familienvater mit Beginn dieses Jahrs ohnehin die Prioritäten in Richtung Referendariat verschoben haben. In Rottweil wird er nach absolviertem Studium am Seminar ausgebildet, den praktischen Teil in Gemeinschaftskunde und Biologie kann er am Humboldt-Gymnasium in Konstanz absolvieren.

Referendariat, Reha und Familie

Nach der Operation ist Poltrum bald dreifach gefordert mit Referendariat, Reha und Familie. Trotzdem wird er gerade die jungen Torhüter der HSG nach Kräften unterstützen. "Konsti ist als erfahrener Spieler sehr wichtig für unsere Talente", streicht Geschäftsführer André Melchert heraus. "Sein Ausfall ist für uns schwer aufzufangen. Wir trauen unseren Talenten aber zu, sich nun zu beweisen."

Poltrum stößt ins selbe Horn und sagt: "Ich werde nah am Team sein und immer ein offenes Ohr haben." Er traue Pauli und Frensel "alles zu", sagt der 31-Jährige. "Beide sind sehr talentiert. Konsti muss nun in die neue Rolle als erster Keeper hineinwachsen und daran wachsen. Ich bin fest davon überzeugt, dass die beiden es gut machen werden." Pauli habe das in einem schweren Spiel gegen Pfullingen schon gezeigt.

Für die HSG ist es nach Jan Stotten und Sven Iberl der dritte langfristige Ausfall. "Wir müssen in dieser Saison einiges kompensieren", so Poltrum. Dennoch zeigt er sich angetan von der neuen Dynamik unter Neu-Trainer Ralf Bader. "Ralf hat klare Vorstellungen, was er haben möchte und was er einfordert. Das wird Zeit brauchen, ich bin aber positiv, wenn wir mit der jungen Mannschaft Geduld haben."