Obwohl Deutschlands Frauenhandball vor der größtmöglichen Bühne im Dezember steht, wird in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen gespielt. Um 16 Uhr ist das Nachholspiel zwischen dem VfL Waiblingen und dem Bergischen HC angesetzt. Die Partie vom 8. Spieltag musste seinerzeit verlegt werden, weil die "Tigers" Anfang November noch im DHB-Pokal vom Thüringer HC gefordert wurden.
Die Spielerinnen müssen sich entscheiden, ob man auf den Spielbeginn des wohl wichtigsten Spiel im deutschen Frauenhandball seit dem Bronzematch der EM 2008 verzichtet oder eben notfalls in durchgeschwitzten Trikots verfolgen, welche Medaillenfarbe sich die DHB-Frauen diesmal sichern können.
Sollte man die Partie im normalen Zeitrahmen von rund 90 Minuten inklusive Pause über die Bühne bringen, dann wäre zumindest für die Zuschauer noch ein nahtloser Übergang zum Anpfiff möglich, sofern Waiblingen sich für ein Public Viewing entscheidet.
Nach Informationen von handball-world soll die Begegnung auch weiterhin zum angesetzten Termin gespielt werden. Bei Waiblingen fällt Toptorjägerin Belen Gettwart für die restliche Saison aus, auch der BHC kann wegen einer Fußverletzung von Rechtsaußen Hannah Kamp nicht in Bestbesetzung spielen.
Heimgekehrt von der Weltmeisterschaft ist hingegen Norma Goldmann. Die Schweizerin war eine von drei Zweitligaspielerinnen, die den Sprung zur Endrunde in Deutschland und den Niederlanden geschafft hatten.
"Heimturniere sollen für die Handball-Familie erlebbar sein"
Der Bundesrat des Deutschen Handballbund hatte schon im vergangenen Jahr die "Regelungen zur Spielfreiheit" entsprechend angepasst. "Spielt Deutschland am Freitag, 12. Dezember 2025, und Sonntag, 14. Dezember 2025, bei der Finalrunde in Rotterdam, so werden Spiele auf Wunsch einer Mannschaft ebenfalls kostenfrei verlegt", hatte der DHB damals betont.
"Die Heimturniere im Jahrzehnt des Handballs sollen insbesondere für die Handball-Familie erlebbar sein. Um das zu ermöglichen, haben wir in der Vergangenheit mit der Spielfreiheit während der Turniere und der Option, Partien kostenfrei zu verlegen, gute Erfahrungen gemacht", sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes im vergangenen Jahr.
Der DHB richtet vor allem den Spielbetrieb in den 3. Ligen und den Jugend-Bundesligen aus. Die 1. und 2. Handball-Bundesliga bei Männern und Frauen werden in eigenständigen Ligenverbänden organisiert. Ab den Regionalligen sind hingegen die Landesverbände zuständig.