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Was kommt nach dem WM-Hype? So geht es mit "Hands up for more" weiter

kicker

Der wahrscheinlich viel bessere Indikator als die Stimmung in den WM-Hallen sind die Amateursport-Hallen des Landes. Und siehe da: Hier dröhnte vor Bezirksliga-Spielen der Song "Hands up for more" von Lucille und Bria X aus den Boxen, hier planten Vereine Heimspieltage um Public-Viewing-Aktionen herum, hier sah man Zuschauer auf den Tribünen von Mehrzweckhallen im magentafarbenen "Hands-up-for-more"-Sondertrikot.

Eine erste empirische Stichproben-Analyse zeigt also: "Hands up for more" hat nicht nur funktioniert, das hat sehr, sehr gut funktioniert. "Mit der Bewegung wollen wir eine nachhaltige Entwicklung für den Frauen-Handball in Deutschland erreichen", sagt Saskia Lang, Senior Managerin Marketing internationale Events & Frauenhandball beim DHB. "Die Weltmeisterschaft mit den zahlreichen Aktivitäten vor und während des Turniers war der große Auftakt und Aufhänger."

"Five Reasons to Believe"

Und Aktivitäten gab es einige. Die auffälligsten waren sicherlich das magentafarbene Sondertrikot, das in kürzester Zeit ausverkauft war, und der Song, den man auf Social Media in tausenden Reels, Beiträgen und Storys hören konnte.

Aber wenn die Bewegung nachhaltig sein soll, darf sie jetzt nicht abreißen. Das ist die vielleicht schwierigste Aufgabe. "Es muss jetzt sofort weitergehen", sagt Nationalmannschaftsmanagerin Anja Althaus. "Die Arbeit geht jetzt erst richtig los", sagt Saskia Lang.

Denn die Ziele werden nicht kleiner. Die Bewegung soll in alle Bereiche des Handballs getragen werden. Oder anders ausgedrückt: Der DHB hat "Five Reasons to Believe" ausgemacht: Aufmerksamkeit, Respekt, Sicherheit, Substanz und Engagement. Für alle fünf Bereiche gilt: Einige Ziele wurden bereits erreicht, doch es gibt noch ebenso große Pläne wie Aufgaben.

Weiter Leuchtturmprojekte

Der DHB zieht nach der Frauen-WM 2025 ein positives Fazit zur Initiative "Hands up for more". Der sportliche Erfolg der Nationalmannschaft sorgte für große mediale Aufmerksamkeit und stieß eine breite gesellschaftliche Debatte über den Frauen-Handball an. 5,79 Millionen TV-Zuschauer beim WM-Finale gegen Norwegen unterstreichen die gestiegene Sichtbarkeit.

Künftig sollen Free-TV-Übertragungen bei ProSiebenSat.1 sowie ARD/ZDF und zusätzliche Streaming-Angebote die Reichweite weiter erhöhen. Mit der Ausrichtung der Frauen-EM 2032 und der geplanten U20-WM 2028 setzt der DHB zudem auf weitere Leuchtturmprojekte, um den Frauen-Handball nachhaltig zu stärken.

Noch bessere Rahmenbedingungen

Neben der Bühne rücken auch Strukturen in den Fokus: In den Bereichen Respekt, Engagement, Sicherheit und Substanz wurden konkrete Schritte eingeleitet. Der Frauenanteil im DHB-Präsidium wurde erhöht, Netzwerktreffen und Gleichstellungsmaßnahmen etabliert sowie mit dem Safe Sport Code ein verbindlicher Schutzrahmen geschaffen.

Im Leistungssport setzte der DHB gleiche Tagegelder, erhöhte Prämien und plant ab 2027 Bundesstützpunkte in Stuttgart und Leipzig. Ziel ist es, bessere Rahmenbedingungen für langfristigen sportlichen Erfolg zu schaffen. Die WM 2025 soll damit den Startpunkt für eine nachhaltige Entwicklung des Frauen-Handballs in Deutschland markieren.

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