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"Zu alt für den Job? Das ist IHF-Boss Moustafa"

kicker

Die Handball-Bundesliga (HBL) hält einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes IHF für zwingend und hat Präsident Hassan Moustafa deutlich kritisiert. "Ich will gar nicht das Erreichte von Hassan Moustafa in Frage stellen, aber es muss sich etwas ändern", sagt HBL-Chef Frank Bohmann gegenüber handball-world und legt nach: "Es ist zwingend, dass sich etwas ändert."

Seit 2000 steht der Ägypter Moustafa an der Spitze des Weltverbandes, seit 2009 gab es dabei keinen Gegenkandidaten mehr - bis zu diesem Jahr. Beim 40. IHF-Kongress in Kairo (19. bis 22. Dezember) tritt der deutsche Funktionär Gerd Butzeck gegen Moustafa an. Eine Kandidatur, welche die Bundesliga-Bosse um Bohmann ausdrücklich begrüßen.

Verliert der Handball den olympischen Status?

"Ich glaube, dass es mit Gerd Butzeck auf jeden Fall ein klares Strategiekonzept geben wird und kein 'Weiter so'", sagt Bohmann. "Die operativen Strukturen der IHF müssen professionalisiert werden, da wird noch zu viel im Ehrenamt gemacht. Dann gibt es extrem viel Nachholbedarf, was Digitalisierung und Kommunikation angeht. Zum Beispiel, wie man überhaupt junge Zielgruppen erreicht."

Nicht nur deshalb droht der Handball schlimmstenfalls seinen olympischen Status zu verlieren. Moustafa sollte aus Bohmanns Sicht zeitnah seinen Posten räumen. "Man darf auch nicht vergessen, dass es einer gewissen körperlichen Fitness bedarf. Da kann man bei Hassan Moustafa zumindest Zweifel haben", sagt Bohmann.

Kritik am Fehlen in Rotterdamm

Eine eher fragwürdige Entscheidung des IHF-Präsidenten war wohl das Fehlen beim WM-Finale der Frauen in Rotterdamm. Das sorgte innerhalb der Szene für Irritationen und auch Kritik, da der IHF-Präsident traditionell bei solchen Höhepunkten präsent ist.

Nach 25 Jahren könnte die Handball-Welt politisch ein neues Gesicht sehen. Oder wie es Gerd Butzeck sagte, geht es um nicht weniger als "das Schicksal des Handballs".