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Allen bricht den Bann in Jacksonville: Erster Playoff-Auswärtssieg seit 1992

kicker

Was folgte, war ein Playoff-Abend, der genau jene Muster aufgriff, an denen Buffalo in den vergangenen Jahren gescheitert war - und sie diesmal auflöste. In einem engen, nervenaufreibenden Duell traf die Routine der Buffalo Bills auf das Selbstverständnis der Jacksonville Jaguars, die nach ihrer starken Saison auch auf der großen Bühne bestehen wollten. Am Ende entschieden Führung, Geduld und die Fähigkeit, in den letzten Minuten die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Einordnung: Dieses Mal kein spätes Scheitern

Die Bills waren in den vergangenen Jahren oft nah dran - und doch gescheitert. Verpasste Game Winning Drives, vergebene Chancen der Defense, Fehler in den Special Teams. Genau dieses Muster schien Buffalo lange zu verfolgen. Doch diesmal lief das Ende anders. Angeführt von Josh Allen bewies Buffalo genau jene Abgeklärtheit, die in früheren Playoff-Niederlagen gefehlt hatte. "Wir haben aus diesen Situationen gelernt", sagte Allen. "Jedes Spiel ist anders, aber den Moment zu verstehen und nicht von der Welle mitgerissen zu werden - das ist etwas, das wir uns über die ganze Saison erarbeitet haben."

Nach einem offenen Schlagabtausch im vierten Viertel bekam Buffalo den Ball mit etwas mehr als vier Minuten Restspielzeit. Allen führte die Offense methodisch über das Feld, ehe die Bills an der Ein-Yard-Linie vor einer Grundsatzentscheidung standen. Kneel-Down oder Touchdown? "Du nimmst ein Knie und verlierst Yards - und wenn du dann nicht punktest, ärgerst du dich", erklärte Allen. Buffalo ging auf Nummer sicher: Der Quarterback wurde per Tush Push in die Endzone gedrückt. Kurz darauf machte die Defense den Deckel drauf.

Allen lieferte 273 Passing Yards, einen Touchdown-Pass, zwei Rushing Touchdowns und 80 Prozent angebrachter Pässe, historische Werte, - und das trotz zweier Aufenthalte im Medical Tent. Ein kurzer Concussion-Check und ein schmerzhafter Treffer am Knie beim ersten Touchdown-Lauf hielten ihn nicht davon ab, jede Offense-Serie selbst zu tragen. "Wenn dein Quarterback so ein Kämpfer ist, überträgt sich das auf das ganze Team", sagte McDermott. "Aber wir müssen auch alles dafür tun, ihn für nächste Woche fit zu bekommen."

Buffalo Bills: Wenn nicht jetzt, wann dann?

White als Schlüsselfigur der Defense

Der letzte Jaguars-Drive endete mit einem Statement der Bills-Defense. Tre'Davious White lenkte einen Pass von Trevor Lawrence entscheidend ab, Safety Cole Bishop fing die Interception.

White, der nach zwei schweren Verletzungen und einem zwischenzeitlichen Abschied von Buffalo zurückgekehrt ist, wurde zum emotionalen Zentrum des Spiels. "Diese Spiele entscheiden sich in den letzten Minuten", sagte er. "Wir blinzeln dann nicht. Wir wissen, dass der beste Quarterback der Liga Punkte machen wird - unsere Aufgabe ist es, den entscheidenden Stopp zu liefern." Head Coach Sean McDermott hob Whites Weg besonders hervor: Seine Entschlossenheit, sein Arbeitsethos und seine Widerstandsfähigkeit seien sinnbildlich für die Entwicklung dieses Teams.

Historische Bedeutung und Ausblick

Mit dem Sieg beendeten die Bills eine Serie, die lange wie ein Makel wirkte: Es war ihr erster Playoff-Auswärtssieg seit dem AFC Championship Game 1992. Zudem erreichte Buffalo zum sechsten Mal in Folge die Divisional Round - eine Konstanz, die in der Liga ihresgleichen sucht. "Es fühlt sich gut an", sagte Allen. "Aber am Ende heißt es nur, dass wir ein weiteres Spiel bekommen. Jetzt geht es darum, nächste Woche wieder unsere beste Leistung abzurufen."

Buffalo reist nun nach Denver zu den Denver Broncos - mit neuem Selbstverständnis und dem Gefühl, dass sich alte Playoff-Geschichten diesmal nicht wiederholen müssen.

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