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Bericht: ESPN-Deal mit der NFL wackelt

kicker

In dem Brief, den die Senator:innen Elizabeth Warren, Bernie Sanders sowie die Abgeordneten Pat Ryan und Joaquin Castro laut Front Office Sports unterzeichnet haben sollen, werden mehrere Kritikpunkte am ESPN-NFL-Deal dargelegt. Darin heißt es unter anderem, dass eine Teilübernahme der ESPN-Anteile durch die NFL "einen Anreiz schaffen könnte, ESPN gegenüber anderen Distributionspartnern bevorzugt zu behandeln".

Ein Hauptargument: Wettbewerber könnten Schwierigkeiten bekommen, sich zu behaupten, was zugunsten von ESPN ausfallen und langfristig zu höheren Preisen und weniger Auswahl für die Zuschauer führen könnte.

Fragen und Forderungen

Der Brief soll rund ein Dutzend konkreter Fragen enthalten, etwa, wie ESPN sicherstellen will, dass keine Interessenkonflikte auftreten, oder warum die NFL beschlossen hat, Werbung in die Red Zone zu integrieren. Außerdem wollen die Verfasser wissen, ob und wann NFL-Offizielle mit ESPN-Vertretern diese Themen intern diskutiert haben.

Der Deal zwischen ESPN und der NFL steht bereits wegen kartellrechtlicher Bedenken unter Beobachtung. Experten und Medien berichten, dass das US-Justizministerium eine umfassende Prüfung plane. Zudem habe die NFL bereits versucht, im Vorfeld Einfluss in Washington zu nehmen: So wurde vom Sports Business Journal berichtet, dass die Liga Gesprächskontakte mit bis zu 30 Kongressbüros gesucht habe, um Unterstützung für den Deal zu bekommen.

Offene Zukunft: Justizministerium entscheidet über mögliche Medienkonzentration

Ein zentrales Problem bei einer solchen Verbindung ist der potenzielle Interessenkonflikt: ESPN ist nicht nur ein Sportsender, sondern auch ein journalistisches Medium mit Nachrichten- und Kommentarfunktion. Kritiker argumentieren, dass die Nähe zur NFL die freie Berichterstattung über die Liga gefährden könnte.

Darüber hinaus warnen die Kongressmitglieder davor, dass dieser Deal als Vorlage für weitere Sport-Mediakonsolidierungen dienen könnte - mit Folgen für Verbraucher, Wettbewerb und Medienvielfalt.

Wie und ob dieser Deal jemals rechtskräftig wird, hängt stark von der kartellrechtlichen Prüfung durch das US-Justizministerium ab. Viele erwarten, dass dies ein langwieriger Prozess wird - möglicherweise über 12 Monate oder mehr.