Der größte Moment dieses Spiels ließ sich nicht an einem einzelnen Spielzug festmachen, sondern an dem, was danach gesagt wurde. Nach dem erneuten Comeback gegen die Green Bay Packers ging es bei den Chicago Bears weniger um Taktik oder Statistiken als um Identität, Vertrauen - und um die Überzeugung, dass dieses Team bis zur letzten Sekunde an sich glaubt.
"Wir wissen, wer wir sind"
Quarterback Caleb Williams brachte das Selbstverständnis der Bears nach dem Spiel auf den Punkt. "Wir verstehen, dass Football 60 Minuten dauert", sagte Williams. "Wir wissen, wer wir sind. Wir wissen, was das für diese Stadt und diese Organisation bedeutet. Und wir wissen auch, was es für uns bedeutet." Es waren Worte, die weit über diesen Abend hinausgingen. Williams sprach nicht über den Rückstand, nicht über Fehler, sondern über Kontinuität. "Wir machen weiter, wir kämpfen weiter. Und wenn die Uhr auf null steht, schaut man hoch und sieht, wer gewonnen hat." Dass dieser Satz nach dem größten Playoff-Comeback der Franchise-Geschichte fiel, verlieh ihm zusätzliches Gewicht.
Schon zuvor hatte Williams seinem Head Coach öffentlich Rückendeckung gegeben. Nach dem Overtime-Sieg gegen Green Bay in Week 16 erklärte er: "Ich habe den besten Head Coach der Welt." Auch nach dem Wild-Card-Spiel lobte er Ben Johnson erneut - diesmal implizit durch das, was auf dem Feld geschah. Der spielentscheidende Touchdown-Pass auf DJ Moore war der perfekte Beweis: "der perfekte Spielzug, im richtigen Moment, zur richtigen Zeit." Ein Call, der Vertrauen voraussetzte und es zurückzahlte.
Comebacks als Teil der Identität
Auch Moore stellte weniger das Ergebnis als die Haltung seines Quarterbacks heraus. "Er war genau da, wo er sein musste, hat nie gewackelt", sagte der Receiver. "Wenn das Licht am hellsten ist, dann ist er der Hellste. Er wird uns dorthin bringen." Moores Worte unterstrichen, was diese Bears auszeichnet. Nicht Dominanz über 60 Minuten, sondern die Fähigkeit, im Chaos klar zu bleiben. Vorbereitung, Detailarbeit und Execution - besonders dann, wenn alles auf der Kippe steht.
Dass Chicago im vierten Viertel erneut explodierte, war kein Zufall. Bereits in der Regular Season feierten die Bears sechs Siege nach Rückständen im Schlussabschnitt. Auch gegen Green Bay war es bereits das zweite späte Comeback innerhalb von drei Wochen. "Unsere Vorbereitung ist der Schlüssel", erklärte Moore. "Am Ende müssen wir präzise sein und genau das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben." Worte, die erklären, warum dieses Team auch bei einem 21-3 zur Halbzeit nicht den Glauben verlor.
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