Fehlercode: %{errorCode}

Gladbach-Stürmer Kleindienst glaubt fest an Seahawks-Sieg: "Reicht immer"

kicker

Die Seahawks stehen als Nummer 1 der NFC in der Divisional Round, nach einer Bye Week. War diese Woche Pause aus Ihrer Sicht eher Vorteil oder eher Gefahr, aus dem Rhythmus zu kommen?

Tim Kleindienst: Ich glaube, da kann man philosophieren. Die Pause kann dir gut tun, du kannst Ressourcen auffüllen, Kräfte sammeln, aus diesem Schlag-auf-Schlag-Spielrhythmus mal kurz ausbrechen und dich intensiv vorbereiten. Aber am Ende kann dir auch der Spielrhythmus viel bringen. Da jetzt zu sagen: Das war das Ausschlaggebende, ist quasi unmöglich.

Kevin Müller: Tim hat definitiv recht. Wer auf jeden Fall einen Vorteil gehabt hätte, wären die 49ers gewesen. Nach den Verletzungen, jetzt mit George Kittle, die haben generell viele verletzte Spieler über die Saison gehabt. Mit Fred Warner haben sie einen extrem wichtigen Linebacker, der höchstwahrscheinlich bald zurückkommt, der trainiert. Denen hätte die Pause auf jeden Fall gutgetan. Im Endeffekt redest du es dir hin, wie du es brauchst. Wenn du die Woche Pause hast, sagst du: Perfekt, wir können die Akkus aufladen. Wenn du sie nicht hast, sagst du: Du bleibst im Flow. Ich finde, wichtiger ist, dass du jetzt diesen Heimvorteil hast. Du hast jetzt zwei Heimspiele, vorausgesetzt, du gewinnst am Samstag. Das ist ein großer Vorteil: Du musst nicht reisen, kannst dich zu Hause vorbereiten, kennst das Stadion, hast deine Trainingsbedingungen.

In der Regular Season steht es 1-1 gegen San Francisco. Ist dieses gegenseitige Wissen über den anderen aus der Division für Sie eher Vorteil oder eher Risiko?

Kevin Müller: Natürlich kennt man sich über die Jahre. Motivation musst du nicht groß machen, dafür waren die Spiele zu intensiv. Das erste Spiel haben die 49ers gewonnen, ich glaube, das war Woche 1. In Woche 18 war das Spiel relativ eng. Man muss sagen, die Seahawks-Defense hat brilliert, wie fast die ganze Regular Season, und die Offense hat das getan, was notwendig war, ohne groß zu glänzen. Ich glaube, das ist weder Vor- noch Nachteil. So gut die Seahawks die 49ers kennen, so gut kennen die 49ers die Seahawks. Und wenn man sich gar nicht kennen würde, gäbe es genug Möglichkeiten, sich zu informieren. Die Frage bei den 49ers ist eher: Wer ist fit? Wer kommt vielleicht noch rein? Aber ob man sich kennt oder nicht, spielt keine große Rolle.

Tim Kleindienst: Es ist sch***egal, wer da kommt, ob du den kennst oder nicht. Das kann Vorteil oder Nachteil sein. Es kommt darauf an, wer spielfähig ist, so wirst du die Mannschaft vorbereiten. Aber ich glaube nicht, dass es einen Riesenunterschied macht. Du hast jetzt nur noch diese Spiele, du musst jedes Spiel gewinnen. So werden die da reingehen. Ob es die 49ers sind oder irgendein anderer, am Ende geht es nur darum, weiterzukommen. Wenn du das Spiel verlierst, ist die Reise vorbei. Deswegen spielt das im Kopf keine große Rolle. Wichtiger ist, sich auf sich selbst zu fokussieren. Man ist extrem gut unterwegs in der Season, das gilt es mitzunehmen. Das muss der Coach ihnen beibringen, in den Kopf pflastern. Dann bin ich überzeugt, dass man in der momentanen Form so gut wie jeden schlagen kann.

Sie sind beide langjährige Seahawks-Fans. Die Legion of Boom ist bis heute legendär. Haben Sie das Gefühl, dass dieses Team in dieser Saison an dieses Level herankommen kann - also eine ähnliche Form von Legendenstatus erreichen könnte?

Kevin Müller: Ja, ich glaube, die nennen sich aktuell 'Dark Side' oder sowas. Hört sich irgendwie noch erschreckender an, so ein bisschen nach Star Wars. Die Defense ist ein geiler Mix aus jungen und erfahrenen Spielern. Du hast mit DeMarcus Lawrence vorne einen erfahrenen Spieler, mit Uchenna Nwosu jemanden, der sehr erfahren ist, Ernest Jones war ein bisschen verletzt, ist aber auch sehr erfahren. Dann hast du Nick Emmanwori drin, der um den Defensive Rookie of the Year mitspielt. Und du hast zwei, drei wirklich überragende Cornerbacks mit Riq Woolen und Devon Witherspoon, die einfach unfassbar performen. Bei Woolen war es zum Saisonstart so, dass man ihn vielleicht abgeben oder traden wollte. Ich freue mich wirklich, dass sie ihn wieder hingekriegt haben, weil man sieht, was für ein herausragender Athlet er ist und wie sehr er dieser Defense hilft. Es ist wie zu Hochzeiten der Legion of Boom, so ein bisschen wie 2013, 14, 15. Es erinnert sehr daran. Sie sind sehr aggressiv in der Passverteidigung, Hard-Hitting ist das Thema.

Und ganz zum Schluss: Was denken Sie - reicht es dieses Jahr für den ganz großen Wurf? Können die Seahawks wirklich den Titel holen?

Tim Kleindienst: Reicht immer. Wir müssen optimistisch sein.

Kevin Müller: Sagen wir so: Die Chance dieses Jahr für die Seahawks, den großen Wurf zu landen, war seit zehn Jahren nicht mehr so groß, möchte ich behaupten. Gerade wenn man sich die AFC anguckt: Die ist weit offen. Klar, die Broncos greifen das erste Mal mit ein, da bin ich gespannt, wie die aus der Pause kommen. Gegen Josh Allen ist es auch ein offenes Spiel, der ist halt Superman, der macht alles. Die Challenge ist jetzt, die zwei Spiele in deiner Conference zu gewinnen. Das sind wahrscheinlich die beiden schwereren Spiele als der Superbowl selbst. Die 49ers sind schon schwierig. Viele sagen, die Seahawks hätten einen einfachen Schedule gehabt, hätten gegen eher schwächere Teams gespielt. Aber am Ende musst du die Spiele auch gewinnen. Man geht immer positiv ran, aber auch so objektiv wie möglich: Die Chance, den Superbowl zu gewinnen, war seit 2013/2014 nicht mehr so groß wie in dieser Saison, weil einfach auch das Team passt.

NFL Playoffs: Spielplan, Ergebnisse, TV & Modus NFL Draft Order 2026: Die aktuelle Top-10-Reihenfolge im Überblick Trikot-Ranking der NFL: Das sind die meistverkauften Jerseys 2025 Philadelphia Eagles: Wie geht es weiter für den amtierenden Champion? Historische Duelle: Diese Spiele der Divisional Round begeistern heute noch Schlagzeilen aus der NFL