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In Cincinnati brodelt es: Offense der Bengals attackiert eigene Defense

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Historisch, doch nicht im positiven Sinne! Das beschreibt die Defense der Cincinnati Bengals.

Nach der peinlichen Niederlage am vergangenen Spieltag gegen die noch sieglosen New York Jets, setzte es in Woche 9 die nächste beschämende Niederlage, denn egal wie viele Punkte die Offense erzielt, die Defense scheint in jeder Situation mehr zuzulassen.

Cincinnati Bengals: Offense kritisiert Defense

Nachdem sich in Woche 8 die Bengals den New York Jets, welche noch in ihrem vorigen Spiel auf insgesamt -10 (!) Netto Passing-Yards kamen, mit 38:39 geschlagen geben mussten, war bemerkbar, dass sich die Fronten der Offense und Defense verhärten. Ja'marr Chase wurde auf die Leistung der Defense angesprochen, woraufhin dieser patzig antwortete: "Ich spiele Offense, nicht Defense. Ich erledige meinen Job." 

Die Bengals-Defense bricht alle Negativrekorde. Noch keinem Team ist es bisher gelungen, in zwei aufeinanderfolgenden Spielen 38 oder mehr Punkte zu erzielen, und kein Spiel zu gewinnen. Noch keinem Team ist es bisher gelungen, in einer Spanne von fünf Spielen am Stück 117 Punkte in der zweiten Hälfte zuzulassen. Noch keinem Team ist es bisher gelungen, von zwei Rookies je 176 Rushing-Yards bzw. 118 Receiving-Yards zuzulassen.

Die Offense ist daher so stark gereizt, dass sie sogar ausfallend wird. Running Back Chase Brown äußerte sich nach der Bears-Niederlage so: "Wir müssen einfachen Football spielen. Wir bringen den Ball in die Endzone und gehen mit einem Punkt in Führung, als beendet das verfi**** Spiel! Beendet es einfach! Das war's! Das müssen sie tun. Beendet einfach das verfi**** Spiel! Wir versuchen zu kontrollieren, was wir kontrollieren können. Sie (Anm. d. Red. die Defense) müssen bis zum Schluss diszipliniert spielen."

Die Wurzeln für den harschen Umgang untereinander liegt bereits in der letzten Saison. Obwohl Burrow und Chase mit der Offense historisch spielten (Chase gewann unter anderem die Triple-Crown), verpasste die Franchise aus Ohio die Playoffs, weil die Defense zu viele Punkte pro Spiel zuließ.

zac-taylor-041420-ftr-getty(Getty Images)

Zac Taylor: Keine Änderungen

Aufgrund der ungenügenden Leistungen und dem schwächelnden Play-Calling steht neben der Defense auch Trainer Zac Taylor und dessen Staff im Kreuzfeuer der Kritik. Vor allem der Defense-Coordinator Al Golden wird für die schlechten Leistungen der Defense verantwortlich gemacht. Trotz der wachsenden Ungeduld bei den Fans hält Taylor aber an seinen Coaches fest. "Ich habe Vertrauen in ihn. Ich vertraue dem Staff".

Dass die Cincinnati Bengals als stur in ihren Personalentscheidungen gelten ist nichts Neues. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, dass die Franchise oft länger als erwünscht am Personal festhält. Somit müssen sich Fans und Spieler in Geduld üben - und den ernüchternden 3-6 Start in die Saison akzeptieren. Ob Taylor die Kabine noch retten und die Situation zwischen Offense und Defense entspannen kann, wird die Zeit zeigen.