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Neuer Lions-OC Morton schwärmt von St. Brown: "Er ist ein großartiger Spieler"

kicker

Hallo Herr Morton, Sie gehen in Ihr erstes Jahr als Offensive Coordinator bei den Detroit Lions. Mit Amon-Ra St. Brown haben Sie einen der besten Receiver der NFL in Ihrem Team. Wie sehr vereinfacht das Ihre Aufgabe?

Ja, das macht es viel einfacher, denn er ist ein toller Spieler und einer der besten, mit denen ich je gearbeitet habe. Er hat eine super Arbeitsmoral, macht Plays und achtet sehr auf die Details. Wenn er gebraucht wird, ist er da - das macht großartige Spieler aus. Er investiert sehr viel Zeit in die Dinge, die er machen muss, und erledigt sie die ganze Woche. Ich bin sehr dankbar, dass er in unserem Team ist. Denn so wie er trainiert, sehen das auch die anderen und wollen genauso sein wie er. Das Gute ist, dass wir viele solche Typen wie ihn haben. Und wenn man solche Spieler hat, hat man ein gutes Team.

Gibt es einen Spieler, den Sie mit St. Brown vergleichen würden?

Er erinnert mich sehr an Anquan Boldin, den ich ein paar Jahre bei den San Francisco 49ers trainiert habe. Sie sind derselbe Typ: Es ist alles Business, jeder Tag ist derselbe. Sie sind Wettkämpfer, achten auf die Details, sind harte Kerle und machen Plays, wenn man sie braucht. Er ist also total wie Boldin.

Sie haben den Posten von Ben Johnson übernehmen. Was können wir von der Offense erwarten? Wird es komplett anders als im Vorjahr?

Ne, sie wird gleich aussehen. (lacht) Wir haben den Quarterback und haben so viele gute Spieler, daher setzen wir das fort, was sie auch bisher gut gemacht haben. Also wird es keine Änderungen im Scheme geben.

Im vergangenen Jahr haben die Lions 15 Spiele gewonnen. Wie wollen Sie diesen Erfolg wiederholen?

Wir reden nicht wirklich darüber, sondern wir schauen von Spiel zu Spiel. Die vergangene Saison war außergewöhnlich, aber wir müssen diesmal das Ziel erreichen. Wir konzentrieren uns daher nur auf unseren nächsten Gegner und der Rest wird sich von selbst erledigen. Wir müssen auf den Ball aufpassen, denn das hat ihnen letztes Jahr in den Playoffs wehgetan. Deswegen ist das unsere oberste Priorität.

Wie zufrieden sind mit der Entwicklung der Offense in den vergangenen Wochen und Monaten?

Es sieht sehr gut aus. Ich habe das Gefühl, dass wir in allen Bereichen gerade auf dem richtigen Weg sind. Deswegen fühle ich mich sehr wohl, wo wir gerade sind.

Eines der größten Themen der Offseason war der Rücktritt von Frank Ragnow und Abgang von Kevin Zeitler. Wie zufrieden sind Sie bisher mit der Interior O-Line?

Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Wir haben uns in den vergangenen Wochen mit unserer Defense gemessen und so gut wie jede Situation durchgespielt, die uns erwarten könnte. Ich denke daher, dass unseren beiden neuen O-Liner (Tate Ratledge und Christian Mahogny, Anm. d. Red.) davon profitieren werden. Wenn ich auf unseren ersten Gegner schaue, dann denke ich nicht, dass wir so viele verschiedene Aufstellungen sehen werden, wie wir sie von unserer eigenen Defense gesehen haben - das ist also gut für uns. Das ist auch unser Motto: Wir wollen so hart trainieren wie möglich und wenn wir dann im Spiel sind, es einfacher ist, weil wir auf alles vorbereitet sind. Ich bin daher sehr zufrieden mit der Entwicklung der beiden.

Gibt es einen Spieler, der Sie bisher am meisten beeindruckt hat?

Unser Quarterback (Jared Goff, Anm. d. Red.) war bisher on fire, er ist einfach unglaublich. Wie er das Spiel angeht, seine Kommunikation, er spielt schnell und wirft die Bälle schon bevor die Receiver am richtigen Ort sind. Er ist einfach phänomenal! Das gilt auch für St. Brown. In den Scrimmages gegen die Teams haben die beiden absolut dominiert. Und auch die Lines haben einen tollen Job gemacht, unseren Quarterback in diesen Scrimmages zu beschützen und ihm Zeit zum Werfen zu geben. Deswegen habe ich das Gefühl, dass wir gerade an einem wirklich guten Punkt sind.

Das hört sich gut an. Was glauben Sie, was ist in diesem Jahr möglich?

Ich möchte das erste Spiel gewinnen und dann sehen wir weiter. Wir müssen uns einfach auf das Team konzentrieren, gegen das wir als nächstes spielen. Das ist alles, da kann man nicht groß vorausschauen. Klar möchte jeder den Super Bowl gewinnen, denn das ist das ultimative Ziel. Wir müssen aber von Spiel zu Spiel schauen, denn es ist eine sehr, sehr lange Saison. Und wenn wir alle gesund bleiben, dann haben wir, glaube ich, eine gute Chance.

Sie haben auch schon andere Teams trainiert. Was macht die Lions so besonders?

Ich bin hier aufgewachsen und haben viele der Tiefs miterlebt. Doch das hat sich jetzt alles geändert, auch im Vergleich zu meinem letzten Engagement hier (war 2022 Offensive Assistant, Anm. d. Red.). Ich meine, man kann diesen Vibe in der Stadt spüren. Das hat alles mit Dan Campbell begonnen, denn er hat hier die Toughness und den Grid etabliert. Wir draften Spieler, die zu dieser Kultur passen, und es macht einfach Spaß. Und wissen Sie: Wenn man hier einige Jahre gewinnt, dann kann man eine besondere Energie spüren. Und ich glaube, dass es längst überfällig ist. Es fühlt sich einfach gut an, gut wieder zu Hause zu sein und Teil von etwas Besonderem zu sein. Denn ich bin hier aufgewachsen und weiß, wonach die Menschen sich hier sehen. Sie sind hungrig, wir alle sind hungrig.

Das kann ich mir vorstellen. Für Sie wäre es wahrscheinlich auch etwas ganz Besonderes, wenn Sie mit den Lions den Super Bowl gewinnen würden?

Auf jeden Fall, vor allem überhaupt einen Super Bowl zu gewinnen. Mir ist dabei egal, wo ich bin. Ich war bereits in zwei Super Bowls und habe beide verloren. Das ist echt nervig, wenn das passiert, weil wenn du schon den ganzen Weg gehst, willst du am Ende auch erfolgreich sein. Aber ja, mit den Lions wäre es nochmal etwas mehr besonders.

Sie haben einst selbst in Europa Football gespielt und trainiert. Wie sehr freuen Sie sich, wenn Sie sehen, wie der Sport hier gewachsen ist?

Ich denke, das ist ziemlich cool. Als ich in Deutschland war, waren die deutschen Fans positiv verrückt. Mir hat es so viel Spaß dort gemacht, denn das Publikum hat für eine tolle Stimmung gesorgt. Einzig die ganzen Pfeifen habe mir nicht gefallen. (lacht) Ich finde es aber gut, dass die NFL nach Deutschland geht und dort einige Spiele austrägt. Die Fans lieben den Sport einfach.

Würden Sie sich wünschen, eines Tages mit den Lions hier zu spielen?

Natürlich, warum auch nicht?!