Die erste Runde des College Football Playoff hat die Bühne bereitet. In College Station setzte sich Miami in einem defensiv geprägten Krimi gegen Texas A&M durch und feierte den ersten CFP-Sieg der Programmgeschichte. Oregon ließ im heimischen Autzen Stadium mit einem Offensiv-Feuerwerk gegen James Madison keinen Zweifel an seiner Titelambition aufkommen. Und in Oxford erlebte Ole Miss einen emotionalen Neustart: Im ersten Spiel nach dem Abgang von Lane Kiffin führte Pete Golding die Rebels zu einem souveränen Sieg über Tulane - und direkt ins Viertelfinale.
Miami hat mit dem Sieg über Ohio State den Anfang gemacht, es folgen Indiana als sensationelle Nummer eins der Nation sowie Schwergewichte wie Alabama und Georgia. drei Spiele, drei völlig unterschiedliche Geschichten. Die Viertelfinals im Überblick.
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Bereits das erste Viertelfinal-Spiel hat für eine riesige Überraschung gesorgt. Die Miami Hurricanes besiegen in einer intensiven Parte den amtierenden Champion Ohio State mit 24:14 und ziehe in das Halbfinale ein.
Der krasse Außenseiter aus Florida begann das Spiel wie die Feuerwehr und führten schnell und spektakulär mit 14:0. In der Folge konnten die Buckeyes zwar immer wieder an einem Comeback schnüffeln, geschafft haben sie es bis zum Ende allerdings nicht. Ausschlaggebend war die überragende Defensive von Miami.
Spielbericht Ohio State Buckeyes - Miami Hurricanes
Das erwartete Spektakel ist zwischen Texas Tech und Oregon ausgeblieben. Die über weite Strecken der Saison überragende Offensive der Red Raiders fand gegen die Ducks keine Mittel und wurde zu null geschlagen.
Oregon war in allen Phasen des Spiels die überlegende Mannschaft, ohne dabei offensiv zu glänzen.
Spielbericht Texas Tech - Oregon Ducks
Der Rose Bowl war selten symbolischer. Alabama - 18 nationale Titel, unzählige NFL-Stars und ein Programm, das College Football über Jahrzehnte geprägt hat - trifft auf Indiana, erstmals Nummer eins der Nation, erstmals seit 1967 wieder im Rose Bowl und 2025 erstmals mit einem Heisman-Trophy-Gewinner in den eigenen Reihen. Die Hoosiers stehen sinnbildlich für den Wandel im modernen College Football und eine Cinderella Story, wie sie nur durch NIL, Transfer Portal und konsequente Investitionen möglich geworden ist. Unter Curt Cignetti hat Indiana eine der bemerkenswertesten Transformationen der Sportgeschichte vollzogen, während Alabama mit Erfahrung, Tiefe und dem Selbstverständnis eines Daueranwärters anreist.
Alabamas Stärke liegt klar in der Defense. Die Crimson Tide erlauben nur 17,9 Punkte und 288,9 Yards pro Spiel, halten gegnerische Quarterbacks meist deutlich unter der 200-Yard-Marke und erzeugen konstant Druck mit 30 Sacks und 81 Tackles for Loss. Die Front Seven um Tim Keenan sowie eine erfahrene Secondary mit Zabien Brown, Domani Jones und All-American Bray Hubbard ermöglicht physische Kontrolle und komplexe Coverages.
Indiana hält mit Effizienz dagegen - angeführt von Fernando Mendoza. Der Heisman-Gewinner steht exemplarisch für den Aufstieg der Hoosiers: präzise, abgeklärt, fehlerarm. Indiana stellt eine der produktivsten Offenses des Landes und hat seine 13-0-Saison über Struktur, Tempo und konsequente Ausführung aufgebaut. Dieses Viertelfinale ist kein Märchen, sondern ein Systemvergleich: Alabamas Talentdichte gegen Indianas Effizienz-Modell - mit Mendoza im Zentrum der Zeitenwende.
Zum ersten Mal seit über sechs Jahrzehnten treffen im Sugar Bowl zwei SEC-Teams aufeinander und es ist bereits das zweite Duell dieser Saison. Georgia gewann das erste Aufeinandertreffen mit Ole Miss nach einer späten Aufholjagd. Nun gibt es die Neuauflage auf neutralem Boden.
Georgia kommt mit dem vertrauten Profil: effizient, diszipliniert, defensiv stabil. Quarterback Gunner Stockton steht sinnbildlich für diesen Ansatz - kaum Fehler, hohe Red-Zone-Effizienz, Kontrolle über das Spiel. Ole Miss dagegen hat nach dem Kiffin-Abgang einen emotionalen Schub erlebt. Der klare Sieg gegen Tulane war mehr als ein Weiterkommen, es war ein Identitätssignal. Mit Trinidad Chambliss als Playmaker und einer aggressiven Defense wollen die Rebels zeigen, dass sie mehr sind als nur der Herausforderer.
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