Das Playoff-Bild der NFL hat sich bereits weitgehend gefestigt. Elf der 14 verfügbaren Playoff-Plätze sind vergeben, die verbleibenden drei könnten bereits am kommenden Sonntag entschieden werden. Sollte es dazu kommen, würde Week 18 ohne offene Qualifikationsfragen beginnen. Zwar bliebe ein historisch enger Kampf um die genauen Platzierungen im Playoff-Picture bestehen, doch für viele Teams fehlte dann die sportliche Brisanz eines Alles-oder-nichts-Spiels um die letzten Tickets - ein ungewöhnlich leiser Abschluss einer sonst sehr spannenden, ausgeglichenen und auch kuriosen Regular Season.
Das Playoff-Feld ist fast komplett
In der NFC stehen sechs der sieben Playoff-Teams bereits fest. Die Seattle Seahawks, Chicago Bears, Philadelphia Eagles, San Francisco 49ers, Los Angeles Rams und Green Bay Packers sind sicher qualifiziert. Der letzte NFC-Platz geht entweder an die Carolina Panthers oder die Tampa Bay Buccaneers, denn der Gewinner der NFC South erhält das letzte freie Playoff-Ticket.
Auch in der AFC ist die Lage übersichtlich. Fünf Teams haben ihr Playoff-Ticket bereits sicher: die Denver Broncos, New England Patriots, Jacksonville Jaguars, Los Angeles Chargers und die Buffalo Bills. Die beiden verbleibenden Plätze werden zwischen den Pittsburgh Steelers und den Baltimore Ravens sowie zwischen den Houston Texans und den Indianapolis Colts ausgespielt.
Diese Spiele könnten alles entscheiden
Mehrere Konstellationen machen es möglich, dass bereits an diesem Wochenende sämtliche Playoff-Plätze vergeben werden. Die Panthers sichern sich den letzten NFC-Platz, wenn sie ihr Heimspiel gegen die Seahawks gewinnen und die Buccaneers gleichzeitig ihr Auswärtsspiel in Miami verlieren. In der AFC reicht den Steelers ein eigener Sieg oder eine Niederlage der Ravens, um sich zu qualifizieren. Die Texans ziehen in die Playoffs ein, wenn sie gegen die Chargers gewinnen oder die Colts gegen die Jaguars verlieren.
Besondere Brisanz bringt die Situation der Ravens mit sich. Baltimore tritt bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen die Packers an - aller Voraussicht nach ohne ihren Star-Quarterback Lamar Jackson. Kurz davor treffen die Texans auf die Chargers, während die Jaguars am Sonntag um 19 Uhr deutscher Zeit gegen die Colts spielen. Fallen die Ergebnisse entsprechend aus, wäre das Playoff-Feld bereits vor Week 18 vollständig.
Wenn nur noch das Seeding bleibt
Selbst wenn alle 14 Playoff-Teams vorzeitig feststehen, wäre Week 18 formal nicht bedeutungslos. Es ginge noch um die genaue Platzierung und mögliche Heimspiele in der Postseason. In der Praxis aber würde sich die Bedeutung spürbar relativieren. Für einige Teams gäbe es dann kaum noch einen Anreiz, volles Risiko zu gehen. Starter könnten geschont, Rotationen ausgeweitet und Verletzungsrisiken vermieden werden. Auf der anderen Seite ist der Kampf ums Seeding in diesem Jahr sehr spannend, wie zum Beispiel die Situation der 49ers zeigt.
Genau darin liegt das Problem. Week 18 ist eigentlich als dramatischer Schlusspunkt der Regular Season gedacht. Wenn jedoch die zentralen Entscheidungen bereits gefallen sind, verliert der letzte Spieltag seine emotionale Schärfe. Statt Hochspannung könnte lediglich ein Übergangsspieltag drohen.
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