Aus Berlin berichtet Julius Ostendorf.
"Ich glaube, Basketball ist in Europa schon ziemlich groß", stellte Tristan da Silva klar. Man solle sich schließlich nur die besten Spieler der NBA anschauen. Es seien Europäer, so der deutsche Nationalspieler, die die Liga dominieren. "Das zeigt ja, wie stark Basketball in Europa gewachsen ist."
Den Vergleich zum Fußball scheut da Silva aber ebenso wie Mannschaftskollege Moritz Wagner. "Es ist ein bisschen diese Henne-oder-Ei-Frage", spielte der 27-Jährige darauf an, dass der Fußball ob seiner historischen Ausbreitung im Land einen entscheidenden Vorteil hatte.
Einen Vorteil in der direkten Gegenüberstellung der Sportarten sieht Wagner allerdings nicht. Vielmehr müsste man sich auf das Wachstum des Basketballs konzentrieren - ganz isoliert von der Konkurrenz. „Ich denke, der Vergleich zum Fußball nimmt einem manchmal die Freude. Deswegen mache ich mir einfach die jüngsten Entwicklungen bewusst und bin dafür dankbar.
Wagner: "Man kann nicht überall ein Abo verlangen"
Um diese voranzutreiben, sei laut Wagner insbesondere die Zugänglichkeit entscheidend. "Wir haben in der Medienwelt, auch auf Social Media, bereits ein paar Schritte in die richtige Richtung gemacht."
"Das heißt auch, dass die Leute unsere Spiele kostenlos verfolgen können. Man kann nicht überall ein Abonnement verlangen. Wir müssen in der Vermarktung wirklich einen besseren Job machen. (…) Je mehr Leute Basketball sehen, desto mehr werden es lieben, weil es einfach eine unglaubliche Sportart ist."
Derzeit sind die Spiele der NBA ausschließlich mittels Abonnements zugänglich. Dazu zählen sowohl der League Pass sowie die Pay-TV-Mitgliedschaften bei Sky und Amazon Prime. Wer das Berlin Game am heutigen Donnerstag überträgt, erfahrt Ihr hier.
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