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Plötzlich ein Überangebot? Das Luxusproblem der Cavs

kicker

Geschlagene zehn Monate musste Max Strus auf diesen Moment warten. Der 29-Jährige gab gegen Dallas ein starkes Comeback, nachdem der Forward sich in der Sommerpause eine Jones-Fraktur zugezogen hatte. Der beste Shooter im Kader neben Sam Merrill musste lange ackern, um wieder auf dem Feld zu stehen, gegen die Dallas Mavericks war es endlich soweit.

Unter Ovationen wurde Strus Mitte des ersten Viertels eingewechselt und es dauerte keine 30 Sekunden, da hatte Strus schon seinen ersten Dreier verwandelt. Und so ging es auch weiter: Der zweite Dreier fiel, der Dritte ebenso. Am Ende standen 24 Punkte sowie sechs getroffene Distanzwürfe bei sieben Versuchen.

"Das war eine ziemlich beeindruckende Vorstellung nach einer so langen Pause", meinte Coach Kenny Atkinson. "Ich glaube, so eine Rückkehr nach einer so langen Pause habe ich noch nie gesehen." Dass die Cavs die Partie gegen Dallas verloren, geriet fast schon zur Nebensache, auch wenn Cleveland jeden Sieg braucht, um die eigene Position im Kampf um Platz zwei zu verbessern.

Sind die Cavs ein echter Titelkandidat?

Strus emotional nach Comeback

"Ich habe mir den Arsch aufgerissen", meinte Strus über die vergangenen Monate und hatte dabei sichtlich mit sich selbst und aufkommenden Tränen zu kämpfen. "Es war ein langer und harter Weg, aber ich kenne das. Ich gehe jeden Tag ans Limit und heute bin ich einfach nur froh, dass ich endlich wieder auf dem Feld stehen konnte."

Durch seine Rückkehr bekommen die Cavs noch eine weitere Option auf dem Flügel, auch wenn der Kader nun deutlich anders aussieht, als noch im Mai, als Strus in Spiel 5 der Conference Semifinals gegen die Indiana Pacers seine bis dahin letzte Partie für die Cavs absolvierte.

Cavs: Wie sieht die Playoff-Rotation aus?

James Harden, Dennis Schröder und Keon Ellis sind es nun, die Donovan Mitchell im Backcourt unterstützen, Ellis weicht dabei oft auf die Drei aus. Die Cavs haben nun fast schon ein Überangebot auf diesen Positionen, gegen Dallas fehlten mit Sam Merrill und Rookie Jaylon Tyson noch zwei Akteure, die ebenfalls Strus‘ Posten übernehmen könnten.

Zuletzt spielte Cleveland etwas kleiner, da Evan Mobley durch die Verletzung von Center Jarrett Allen auf die Fünf rückte. Doch wie sieht es dann aus, wenn der Kader der Cavs komplett ist? Cleveland hat insgesamt sieben Spieler für die Positionen eins bis drei, die sich alle Spielzeit ausrechnen, womöglich wird einer davon wenig bis gar nicht in den Playoffs spielen. Wer das sein wird, ist völlig offen.

Für Atkinson ist aber ein gutes Problem, denn im Idealfall wollen die Cavs schließlich vier Playoff-Serien absolvieren und wenn möglich 16 Siege einfahren.