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1:17 Tore: SGS Essen beurlaubt Augustin und Gerstner nach fünf Spielen

kicker

Teamchef Robert Augustin sowie Trainer und Sportlicher Leiter Thomas Gerstner sind nicht mehr für das Team der SGS Essen verantwortlich. Das teilte der Traditionsklub am Mittwoch mit, vier Tage nach dem desaströsen 0:8 gegen den VfL Wolfsburg.

Die beiden wurde "mit sofortiger Wirkung freigestellt. Zu diesem Entschluss kam die Vereinsführung nach ausführlicher Analyse der aktuellen Situation", gab der Verein bekannt. Zunächst wird die bisherige Co-Trainerin Jessica Wissmann bei der SGS übernehmen. Die 34-Jährige steht am Freitag (18.30 Uhr) beim Spiel des Schlusslichts bei RB Leipzig erstmals verantwortlich an der Seitenlinie.

Augustin und UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber Gerstner hatten erst im Sommer dieses Jahres das Erbe von Erfolgstrainer Markus Högner angetreten, der zu Regionalligist Borussia Dortmund gewechselt war. Augustin hatte zuvor unter Högner als Co-Trainer gearbeitet, ehe er durch den Abgang seines Chefs befördert wurde.

Noch in der vergangenen Woche hatte der 33-Jährige im kicker-Interview gesagt: "Auch wir als SGS Essen können uns nicht auf den vergangenen Jahren ausruhen. Die Liga und die Geschwindigkeit in der Liga haben deutlich zugelegt, also müssen wir genau dieses Tempo mitgehen."

Zugleich hatte der Teamchef - ausgenommen das 7:0 im DFB-Pokal gegen Regionalligist Kickers Offenbach - zugegeben, dass der SGS in dieser Saison "eigentlich nur im Spiel gegen Hamburg die Dinge gelungen sind, die wir uns vorgenommen haben". Die Partie endete Mitte September 0:0 und blieb der einzige Punktgewinn in der Ära Augustin/Gerstner. Nach fünf Spieltagen steht Essen mit 1:17 Toren am Ende der aufgestockten Bundesliga.

Die SGS Essen ist der letzte Klub der Bundesliga, der keine Lizenzmannschaft im Männer-Profibereich hat. Dass es ungemütlich werden würde, hatte sich schon nach der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln angedeutet. Es müsse "ein riesiger Ruck durch die Mannschaft gehen" und ein "Weiter-so" dürfe es nicht geben, hatte Augustin da gesagt: "Jeder im Trainerteam, jede Spielerin muss sich hinterfragen und deutlich besser werden." Das Schicksal der einst so erfolgreichen Turbine aus Potsdam, die in der vergangenen Saison auf klägliche Weise abstieg, dient der SGS als mahnendes Beispiel.