Der FC St. Gallen hatte Interesse, der Klub, zu dem aus Bochum schon Offensivmann Lukas Daschner wechselte. Das Rennen aber macht wohl der FC Basel, und der VfL Bochum darf sich auf eine satte Ablösesumme freuen. Offensichtlich ist der Schweizer Erstligist bereit, 2,5 Millionen Euro inklusive Boni zu bezahlen, das berichtet die WAZ am Montagabend. Verkündet ist der Deal noch nicht, angeblich fehlt allerdings nur noch der Medizincheck.
Zuvor hatten die Späher aus der Schweiz den Bochumer Stürmer unter anderem beim Zweitliga-Auftakt im Spiel bei Darmstadt 98 beobachtet, wo Broschinski der Ausgleich zum 1:1 gelungen war. Überhaupt hatte der schnelle Stürmer eine sehr starke Vorbereitung gespielt, ganz so wie vor einem Jahr, als es ebenfalls schon Spekulationen über einen Vereinswechsel gegeben hatte. Während der Saison wurde Broschinski zwar in 33 Bundesliga-Partien eingesetzt, allerdings nie über 90 Minuten, ein sehr ungewöhnlicher Rekord.
Der Stürmer, ausgebildet bei Energie Cottbus und 2022 von Borussia Dortmund II zum Nachbarn nach Bochum gewechselt, hinterließ während der Saison wieder mal keinen nachhaltigen Eindruck. Er stürzt sich zwar immer wieder sehr eifrig in die Zweikämpfe, bringt genug Tempo mit, ist aber nicht gerade abschlussstark und stand auch deshalb zumindest bei Teilen der Anhängerschaft in der Kritik.
Kommt noch ein vom Profil eher beweglicher Angreifer?
Geht der Wechsel wie geplant über die Bühne, darf sich der VfL über einen Geldsegen freuen, der den Spielraum auf dem Transfermarkt natürlich deutlich vergrößert. Gefahndet wird schon seit längerem nach einem beweglichen Stürmer. Ein Spieler mit einem solchen Profil fehlt derzeit im Kader.
Auch in anderen Mannschaftsteilen offenbarte der Absteiger zumindest im ersten Spiel in Darmstadt noch große Schwächen; gegen Elversberg gab es immerhin eine leichte Steigerung, auch wenn der VfL bei seinem 2:0 natürlich davon profitierte, fast über 90 Minuten in Überzahl gespielt zu haben. Priorität allerdings besitzt die Suche nach einem beweglichen Angreifer, der möglichst auch am Flügel spielen kann.
Es gilt also, noch ein wenig am Kader zu feilen. Da hilft die Einnahme aus dem anstehenden Broschinski-Transfer natürlich ganz besonders.