Gerade erst hatte sich Matthias Bader wieder an die Mannschaft herangearbeitet, nun fällt der Rechtsverteidiger des SV Darmstadt 98 erneut wochenlang aus. Bei Untersuchungen in dieser Woche wurde eine Verletzung am Innenmeniskus im rechten Knie festgestellt, wie der Verein am Freitag mitteilte. Bader habe sich bereits am Mittwoch erfolgreich einem operativen Eingriff unterzogen.
Bader war erst im Herbst nach mehr als einem Jahr Zwangspause wegen eines Kreuzbandrisses und dessen Nachwirkungen wieder in die Mannschaft zurückgekehrt und hatte zunehmend Spielzeit gesammelt. Im Laufe des Winter-Trainingslagers in El Saler hatte er über Knieprobleme geklagt und mit dem Training aussetzen müssen.
Nach dem Ausfall haben die Lilien in Sergio Lopez nur noch einen gelernten Rechtsverteidiger im Kader. Dass die Lilien auf dieser Position deswegen auf dem Transfermarkt nochmals tätig werden, schloss Trainer Florian Kohfeldt zwar nicht explizit aus. Er habe jedoch volles Vertrauen in den Kader, dass er diesen Ausfall auffangen könne. Es werde bei Bader auch kein "ewig langer Ausfall" sein, weil es sich eher um einen kleineren Eingriff gehandelt habe. Man rechne damit, dass er frühzeitig in dieser Saison wieder spielen könne.
Unklar ist dagegen, wann Killian Corredor mit seinen Hüftproblemen wieder zum Einsatz kommen wird. Bei dem zweitbesten Lilien-Torschützen der Hinrunde gibt es bislang keine Perspektive, auch wenn eine Operation derzeit wohl nicht notwendig sein wird. Ebenfalls pausieren muss Bartosz Bialek, der sich im Testspiel gegen Wehen Wiesbaden eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat.
Kohfeldt sieht keine Parallelen zum Vorjahr
Befürchtungen, dass die Lilien wie vergangene Saison nach der Winterpause wegen der zahlreichen Verletzten einbrechen könnten, widerspricht Kohfeldt. Zum einen sei es nie sinnvoll, im Fußball über Jahre zu vergleichen, weil es immer eine andere Gruppe und andere Themen seien. "Wir so stabil geworden, dass uns solche Dinge nicht aus der Bahn werfen in unserer Arbeit.
Zum anderen sei die Situation personell weit von der des Vorjahres entfernt. "Letztes Jahr sind wir teilweise mit elf Feldspielern zu Spielen gefahren. Jetzt werden wir schon 20 Mann zusammenbekommen und ich mir den Kader angucke, dann ist da auch eine Menge Qualität. Das ist ein großer Unterschied zum letzten Jahr."
Eine positive Nachricht gab es auch: Linksverteidiger Fabian Nürnberger, bei dessen Einsatz Kohfeldt noch vergangenes Wochenende pessimistisch gewesen war, hat seine Knieprobleme so weit überwunden, dass er für das Spiel gegen Bochum wieder eine Option ist.