Cottbus 66 Punkte, Duisburg 66 Punkte, Essen 64 Punkte - nach dem 1:2 von Energie beim MSV spitzt sich das Aufstiegsrennen in der 3. Liga hinter Meister VfL Osnabrück zwei Spieltage vor Schluss dramatisch zu. Energie hätte mit einem Dreier in Duisburg das ganze Szenario entzerren können, tat dies aber nicht und sorgt so für ein Herzschlagfinale.
Im Fokus stand nach dem Spiel erst einmal der erfahrene Unparteiische Robert Kampka. "Es zieht sich wie ein roter Faden - in diesem Spiel, in Osnabrück. Ein Schiedsrichter, der seine Karriere beendet, mit solchen Entscheidungen", monierte Pele Wollitz einige Pfiffe des Unparteiischen und sprach dabei auch die letzte Aktion in der Nachspielzeit an, als Kampka den Lausitzern einen klaren Eckball verweigerte und so die Chance auf den Ausgleich in letzter Sekunde nahm. "Wir haben aber jetzt damit umzugehen", beließ es der 60-Jährige.
"Im letzten Drittel zu unsauber"
Und ging dann auf sein Team ein. Das hat, wie der Coach bei MagentaSport feststellte, die Partie zunächst "kontrolliert", war aber "im letzten Drittel zu unsauber". Die "einfachen Ballverluste" ärgerten Wollitz, zumal auch das 0:1 aus einem Ballverlust resultierte, der die Ecke nach sich zog, die Thilo Töpken zum Führungstreffer nutzte.
Auch der Start in den zweiten Durchgang gefiel Wollitz nicht, "da sind wir erst einmal ein paar Minuten nicht gut". Und aus dieser schläfrigen Phase "hat sich dann auch das 0:2 ergeben", so der FCE-Trainer. Danach war Wollitz durchaus von seiner Mannschaft angetan, die "alles versucht" hat, einen Lattenknaller durch Erik Engelhardt zu verzeichnen hatte und in der Nachspielzeit noch einmal durch Engelhardts 22. Saisontreffer hoffen durfte.
Cottbus agierte offensiv, "wir haben alles versucht". Auf die Tordifferenz hat Wollitz nach eigenen Aussagen dabei nicht geachtet, obwohl die Meidericher zu diesem Zeitpunkt tor- und punktgleich waren. "Jetzt gilt es einfach, das zu akzeptieren", schloss Wollitz die sportliche Analyse ab, um dann doch noch einmal auf den Schiedsrichter einzugehen.
Ohne Borgmann und Tolcay Cigerci gegen Wiesbaden
Die Gelbe Karte gegen Kapitän Axel Borgmann "darf man so geben", erklärte er nach Ansicht der Bilder. Mit der gegen Mittelfeldstratege Tolcay Cigerci, der ebenso wie Borgmann nun gegen den SV Wehen Wiesbaden am kommenden Samstag (14 Uhr) gesperrt fehlen wird, zeigte er sich aber alles andere als einverstanden. Wollitz sah seinen Topscorer von Kampka nicht geschützt und der "kriegt dann für das eine Gelbe Karte".
Fakt ist, dass Tolcay Cigerci erstmals in dieser Saison nicht die Fäden im Mittelfeld der Lausitzer ziehen wird. Unabhängig davon zählt gegen Wiesbaden für Energie nur ein Dreier.