Mit großer Vorfreude unterschrieb Matheo Raab im Sommer 2022 beim HSV - in der Hoffnung, dort Platzhirsch Daniel Heuer Fernandes auf Dauer zu verdrängen und einen Generationenwechsel im Tor des Traditionsklubs voranzutreiben. Nach eineinhalb Jahren in der Rolle der Nummer 2 sollte ihm dies in der Rückrunde der Saison 2023/24 auch gelingen. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, infolge einer Lungenentzündung rückte der ehemalige Lauterer in der abgelaufenen Saison zurück ins zweite Glied.
Eine Rolle, die ihm auch nach der Bundesliga-Rückkehr des einstigen Dinos geblüht hätte, weshalb der 26-Jährige nun zum künftigen Ligakonkurrenten Union Berlin wechselt. Die Köpenicker präsentierten Raab am Freitagvormittag.
"Mit Matheo erhalten wir eine weitere wichtige und interessante Komponente für unser Torwart-Team", freut sich Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball bei den Eisernen, über den Neuzugang. "Wir sind überzeugt davon, dass er die Konkurrenz zwischen den Pfosten beleben wird und freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat."
Platzhirsch Rönnow lieferte überzeugende Argumente
Trotz des angesprochenen Konkurrenzkampfes wird sich der Torhüter in der Hauptstadt zunächst in der Rolle des Herausforderers wiederfinden, denn Stammkeeper Frederik Rönnow lieferte in der zurückliegenden Saison kaum Gründe, über eine Wachablösung nachzudenken. Achtmal hielt der 32 Jahre alte Däne dem Tabellen-13. den Kasten sauber, eine Paradenquote von 67 Prozent sowie ein Notenschnitt von 2,78 sprechen zudem für Rönnow, den der kicker in seiner Sommer-Rangliste in der Nationalen Klasse einsortierte.
Raabs Entscheidung zugunsten der Eisernen sicherlich beeinflusst haben dürfte Trainer Steffen Baumgart. Der ehemalige HSV-Trainer hat beim FCU seit Ende Dezember das Sagen - und war zu Hamburger Zeiten derjenige, der Raab im Februar 2024 zwischen die Pfosten beförderte. Unter Baumgart absolvierte Raab 19 seiner insgesamt 22 Pflichtspiele im HSV-Trikot.
"Der Weg, den Union in den letzten Jahren gegangen ist und in Zukunft weiter gehen will, hat mich sofort überzeugt", erklärt Raab seine Entscheidung. "Ich habe viel Gutes über das Stadion und die Fans gehört und kann es kaum abwarten, das alles selbst zu erleben."