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Anfang über das Wiedersehen mit dem FCK: "Logischerweise ein bisschen emotional"

kicker

Beim letzten Duell zwischen Kaiserslautern und Düsseldorf saß Markus Anfang ebenfalls auf der Trainerbank - allerdings nicht wie am Sonntag auf der der Fortuna, sondern auf Pfälzer Seite. Das 3:1 für den FCK im Fritz-Walter-Stadion Ende März markierte tatsächlich den letzten Sieg, den er mit den Roten Teufeln feiern durfte. Es folgten drei Niederlagen und schließlich seine Freistellung.

Nun kommt es zum Wiedersehen - nur eben auf der anderen Seite. Und ja, für Anfang ist das Duell keines wie jedes andere. "Logischerweise ist es ein bisschen emotional als Mensch", sagte Anfang am Samstag. In Kaiserslautern durfte der heute 51-Jährige nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler das FCK-Trikot tragen. "Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Zeiten dort erleben durfte und auch die Chance bekommen habe, dort als Trainer zu arbeiten. Ich glaube, dass wir das auch sehr erfolgreich gemacht haben. Es ist vorbei, es war eine schöne Zeit für mich, ich habe viel Freude dabei gehabt und viele Leute kennengelernt."

Dennoch werde er sich am Sonntag auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich mit seinem jetzigen Klub und Arbeitgeber, mit dem ihn ja schließlich auch viel verbinde ("Hier bin ich Profi geworden"), endlich den ersten Sieg zu holen, nachdem es bislang nur drei Niederlagen gegeben hat. Die Leistung in den jeweiligen Spielen habe ihm aber trotzdem phasenweise gefallen, so Anfang. "Wenn du Spiele nicht gewinnst, ärgert das einen natürlich. Aber das heißt nicht, dass wir vom Weg abkommen. Es geht darum, dass wir als Einheit den Funken überspringen lassen und dann gemeinsam diesen Sieg erzwingen. Denn wenn wir es einmal schaffen, ein Spiel für uns zu entscheiden, dann kann das auch ein Dosenöffner für die nächsten Wochen sein."

In jedem Fall wird der Rahmen stimmen. Mehr als 40.000 Fans haben sich angekündigt, darunter rund 10.000 Anhänger der Roten Teufel. Während es auf den Rängen laut und intensiv werden dürfte, erwartet Anfang dasselbe auch auf dem Spielfeld. "Wenig Luft" werde es für beide Teams geben, auch weil der FCK unter seinem Nachfolger Torsten Lieberknecht zu frühem und forschem Pressing neige - wie er selbst, nur dass das Anlaufen der Pfälzer "dann noch einmal sehr mannorientiert" ausfalle. Sprich: Auf die Fortunen wartet ein stressiges Spiel, in dem sich Anfang aber natürlich Chancen ausrechnet.

Allerdings bleibt die Personallage angespannt. Ob Sturm-Hoffnung Cedric Itten (Beckenprellung) wieder rechtzeitig fit wird, entscheide sich erst beim Abschlusstraining (wie im Übrigen auf der Gegenseite bei Kaiserslauterns Toptorjäger Ivan Prtajin). Auch der erkrankte Christian Rasmussen ist fraglich. Keine Option sind hingegen Tim Rossmann (zweimalige Hüft-Operationen), Christopher Lenz (Wadenverletzung), Sotiris Alexandropoulos (Muskelbündelriss), Julian Hettwer (Meniskusverletzung), Valgeir Lunddal (muskuläre Probleme), Florian Schock (Aufbautraining) und Matthias Zimmermann (Kopfverletzung).