Das Regionalliga-Spiel zwischen dem FC Memmingen und der SpVgg Ansbach bot am Freitag so einiges, was dem Fußball jedes Mal aufs Neue Faszination verleiht: Die Gäste sahen aufgrund ihrer 2:0-Führung schon wie der sichere Sieger aus, ehe der FCM mit Toren in der 87. und 90. Minute doch noch zu einem Remis kam.
Wenige Tage danach wurde publik, dass der Abend im "e-con ArenaPark" offenbar auch von extrem negativen Vorfällen begleitet war. Nach Darstellung der Ansbacher wurde einer ihrer Spieler von einem Zuschauer wiederholt mit Affenlauten beleidigt. Es handelt sich dem Vernehmen nach um den äthiopischen Stürmer Noah Zerihun Gebre. "Ein inakzeptables und zutiefst beschämendes Verhalten", betonten die Mittelfranken in einem Statement.
Rechtliche Schritte
Gleichzeitig kündigten die Ansbacher an: "Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Schritte einleiten, um diesen Vorfall aufzuklären und Konsequenzen für den Täter herbeizuführen". Dabei, so die Spielvereinigung weiter, "werden wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden und Verbänden daran arbeiten, dass solche Vorkommnisse in unseren Stadien keinen Raum mehr finden".
Bereits am Freitag haben die Gäste laut FC Memmingen Schiedsrichter Lothar Ostheimer auf die rassistischen Beleidigungen hingewiesen, die im Spielbericht vermerkt worden sein sollen. Wie der FCM ebenfalls erklärte, habe weder das Unparteiischen-Gespann noch das Ordnungspersonal etwas von den Beleidigungen mitbekommen.